Spitzenreiter erteilt Lehrstunde

Dem Spitzenreiter der Bezirksliga hatten Annabergs Handballerinnen nichts entgegenzusetzen. Die Mannschaft bleibt weiter ohne Sieg und ohne Selbstvertrauen.

Annaberg-Buchholz.

Immer noch ohne Sieg und mit dem erwartet klaren Ergebnis haben die Handballfrauen des HCAB am Sonnabend ihr Heimspiel gegen Ligaprimus HSV Zwönitz mit 12:37 verloren. Dass die Annabergerinnen als abgeschlagene Tabellenletzte gegen die jungen Konkurrentinnen aus Zwönitz keine Bäume ausreißen werden, lag mit Blick auf die Statistik schon vor dem Anpfiff auf der Hand. Vor dem Gang in die Halbzeitpause zeigten die Damen in Schwarz-gelb zumindest eine respektable erste Hälfte gegen den HSV.

7:12 war nach 30 Minuten Spielzeit an der Anzeige zu lesen. Ein ordentliches Zwischenergebnis nach den vielen Pleiten der vergangenen Monate. Bei Abpfiff der Partie waren dennoch jede Menge tröstende Worte von Trainerin Katrin Illig an ihre Spielerinnen nötig. "Aufgrund der aktuellen Tabellensituation Erster gegen Letzter, hätten wir locker aufspielen können. Dennoch war vor dem Spiel eine Anspannung im Team zu spüren."

Die erste Halbzeit verlief lange Zeit ausgeglichen zwischen den beiden Bezirksligisten. Bis zur 20. Spielminute kam die 6:0-Deckung von Zwönitz den HCAB-Frauen entgegen. Die Illig-Sieben hatte bis dahin beim Stand von 6:6 überraschend gut mitgehalten. Doch eine Auszeit von Zwönitz in der 21. Minute und die Umstellung der Abwehr auf ein 4-2-System verhalf den Zwönitzerinnen, sich bis zur 25. Minute einen Vier-Tore-Vorsprung herauszuarbeiten. "Mit diesem Abwehrsystem der Gegnerinnen kam unser Team nicht zurecht, obwohl wir im Training gezielt auf diese bekannte Deckungsvariante der Zwönitzerinnen eingegangen sind", so Illig.

Die Annaberger Mannschaft verlor im Anschluss den Faden und erzielte in den letzten zehn Minuten vor der Pause nur noch einen Treffer. Der HSV konnte im gleichen Zeitraum sieben Torstriche auf den Statistikbogen bringen. In der Kabine ging Coach Illig erneut auf die 4-2-Abwehrformation ein und forderte, dass vor allem ohne Ball viel mehr gelaufen wird. "Jeder Fehler von uns wurde mit einem Gegentor von den HSV-Frauen bestraft", so die Worte der Übungsleiterin. "Leider ist meine Ansprache wohl nicht in den Köpfen meiner Spielerinnen angekommen. Bis auf Kristin Schönherr hatte ich das Gefühl, dass keine meiner Frauen wusste, was Laufen ohne Ball bedeutet", so Katrin Illig nach dem Spiel.

Die 2. Halbzeit wurde nach Meinung der Trainerin zu einem Desaster. Illig: "Durch das Hinspiel hätten wir bereits gewarnt sein sollen, dennoch haben wir wieder dieselben Fehler gemacht." Ihr Team spielte nun die Angriffe nicht mehr aus und mit dem Druck des Gegners kamen die Bergstädterinnen gar nicht mehr zurecht. Das führte zu vielen Fehlpässen, die Gäste wurden zu zahlreichen Kontertoren förmlich eingeladen und in der Folge wuchs der Vorsprung des HSV deutlich an. Nach 50 Minuten prangte ein 10:29 an der Anzeigetafel der Silberlandhalle. Immer wieder unterliefen der HCAB-Sieben haarsträubende Fehler im Angriff sowie in der Deckung. Im Abwehrverhalten kamen die Gastgeberinnen dem schnellen Spiel des Gegners nicht hinterher und es klafften weite Lücken am eigenen Kreis. So wurde das Spiel mit einem deutlichen Rückstand von 25 Toren abgepfiffen.

Den Annabergerinnen bleiben nun einige Tage Zeit, ihre 19. Niederlage im 20. Saisonspiel zu verdauen. Erst am 14. April steht das nächste Ligaspiel auswärts bei der SG Lichtenstein/Oberlungwitz auf dem Plan. Im Hinspiel gegen den Tabellenneunten erzielte Annaberg 25 Tore, ließ aber selbst 34 Treffer zu.

STATISTIKAnnaberg: A. Parthova, Dürig (3), Schönherr (1), Strasdat, Reuter (2/1), Burkhardt (2), Görg, Schwarz (2), Jakob (2), Bartl, Steli

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