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Marcel Teucher ist einer derjenigen, die sich dem Extremendurosport verschrieben haben.

Foto: Denis Günther

Teucher geht Extremes wieder an

Die Startnummer 25 soll Glück bringen. Nicht nur in Crimmitschau, wo die Hard-Enduro-Szene in die Saison startet. Vor allem international hat der Wiesenbader einiges vor.

Von Thomas Schmidt
erschienen am 20.04.2018

Wiesenbad. Vor zehn Monaten nahm die Saison des Extremenduropiloten Marcel Teucher ein plötzliches Ende. Beim Erzbergrodeo in der österreichischen Steiermark stürzte er im Prolog: Kreuzbandriss! Es folgten die Operation in Markgröningen (Baden-Württemberg) und eine lange Rehaphase. "Obwohl die OP optimal verlaufen ist, dauert es eben. Ich hatte ja bereits Erfahrung mit solchen Dingen, 2011 im rechten Knie die gleiche Verletzung", so Teucher, der nun aber wieder angreifen will.

Als Mitglied des KTM-Teams Sturm hat er viele Rennen in ganz Europa geplant. Teuchers Comeback beginnt aber kommenden Sonnabend in Crimmitschau. "Dort steigt der erste Lauf zur Hard Enduro Series Germany. Ich freue mich darauf, denn damit bekommt Deutschland endlich eine Serie im boomenden Extremendurosektor", sagt der 30-Jährige. "Was bereits organisiert wurde, macht einen sehr guten Eindruck. Ich bin gespannt, was uns erwartet." Mit uns meint er sicherlich all die anderen Endurofahrer aus der Erzgebirgsregion, die für den Auftakt der Hard Enduro Series Germany gemeldet haben. Mit dem Wiesenbader stehen weitere anderthalb Dutzend Aktive in der Starterliste für Crimmitschau. Im 9.30 Uhr beginnenden Prolog wollen sie sich für die Ausscheidungsrennen am Nachmittag qualifizieren, die dann ab 13.30 Uhr unter dem Titel "Heaven or Hell Xtreme Enduro" stehen. Zumindest Teucher will aber nicht nur den Auftakt, sondern die ganze Serie bestreiten.

Zwischendurch geht es immer wieder ins Ausland. Anfang Mai zunächst nach Rumänien zum "Panorama". Es folgen das "Erzbergrodeo" in Österreich, die "Romaniacs" in Rumänien, die "111 Megawatt" in Polen und das "Sea to Sky" in der Türkei. "Auf den letzten Lauf des Jahres freue ich mich aber ganz besonders, auf das ,Getzenrodeo' am am 21. Oktober in Grießbach", so Teucher, der das "gigantische und enthusiastische Publikum" im Erzgebirge bereits vor Augen hat.

Zunächst aber steht Crimmitschau an. Nach dem Auftakt zur Hard Enduro Series Germany folgen weitere vier Rennen innerhalb dieses Wettbewerbs. Am 28.April geht es schon weiter, wenn in Neuhaus-Schierschnitz um weitere Punkte fürs Klassement gefahren wird. Danach folgen noch die Wettbewerbe am 7. Juli beim "Wiesel-X", dann am 18. August in Neugattersleben und am 16. September in Meltewitz. In der Serie, für die nur eine Klasse ausgeschrieben wird, erhalten die Plätze 1 bis 20 Punkte. Der Fahrer, der die meisten einfährt, darf sich dann Hard Enduro Series Champion 2018 nennen. Für die Besten gibt es neben Sachpreisen auch Preisgeld. Der Championatssieger erhält immerhin 1000 Euro, die Gewinner bei Junioren (bis 21 Jahre) und Senioren (ab 40 Jahre) 250 Euro.

Fahrer aus der Region:

Junioren: Michel Ehrhardt (Hohndorf, Husqvarna 250), Erik Reimann (Drebach, Beta RR 250), Einar Meyer (Reinsdorf, Husaberg), Sören Gatzsch (Lugau, Husqvarna), Marcel Meester (Zschopau, KTM 350), Louis Richter (Pockau, Sherco)

Männer: Tino Bauer (Amtsberg, KTM 300), Marcel Teucher (Wiesenbad, KTM 300), Michael Martin (Mildenau, KTM 350), Kenny Lötzsch (Drebach, KTM 350), Nick Emmrich (Borstendorf, Husqvarna), Martin Simon (Oberwiesenthal, Husaberg 300), Philipp Grosser (Zschopau, GasGas), Richard Röpke (Grumbach, KTM)

Senioren: Robert Escher (Pöhla, KTM 250), Stephan Hetze (Lichtenstein, KTM 300)

 
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