VfB kehrt zurück an die Spitze

Dem VfB Annaberg ist der Sprung an die Tabellenspitze gelungen. In Dittmannsdorf ärgert man sich über andere Dinge.

Annaberg-Buchholz.

Das Spitzenspiel gewonnen, die Tabellenführung wieder nach Annaberg geholt - für VfB-Trainer Ingo Klöpping gab es doppelten Grund zur Freude. "Ich denke, der Sieg geht in Ordnung. Wir hatten mehr Spielanteile und die klareren Chancen", sagt Klöpping zum 3:1-Sieg seiner Elf gegen den SV Tirol Dittmannsdorf. "Die Einstellung, die wir in den letzten beiden Spielen haben vermissen lassen, haben wir heute wieder gezeigt. Das ist auch zwingend notwendig, in jedem Spiel", erklärt er weiter. Für sein Gegenüber Steffen Richter bleibt der Tag aus anderen Gründen negativ in Erinnerung. "Soll sich Annaberg über den Sieg freuen. Für mich ist nur entscheidend, dass wir wieder zwei Verletzte haben", so der Tirol-Coach. Vor allem eine Szene kurz vor Schluss regte den Coach der Gäste auf, als Tim Groschopp den Dittmannsdorfer Mario Martin unsanft in der Tiroler Hälfte von den Beinen holte - für Martin eine Aktion mit Folgen: Er musste nach dem Spiel in die Notaufnahme. "Da fehlt mir ehrlich gesagt jedes Wort. Ich habe die Schnauze voll, das alles um ein 3:1 abzusichern", erklärte Richter nach dem Spiel sichtlich aufgeregt.

Dabei war das Duell zwischen dem Tabellenzweiten und dem Spitzenreiter aus Dittmannsdorf keinesfalls eins der unfairen Art. Erst zum Ende hin kochten die Emotionen hoch - Schiedsrichter Raimund Pechstein aus Breitenbrunn musste mehrere hektische Situationen lösen. Zuvor hatten beide Teams spielerische Magerkost geboten, auch wenn das bei den Gästen aufgrund der langen Verletztenliste zu erwarten war. "Wir haben das Spiel für unsere Verhältnisse lange offen gehalten. Wir hatten auch zwei, drei Möglichkeiten, die wir aber nicht konsequent zu Ende gespielt haben", sagte Richter zum Auftreten seiner Elf.

Die Anfangsphase gehörte jedoch den Gastgebern, die sich aber keine zwingenden Chancen erarbeiten konnten. Etwas überraschend daher das 1:0 durch Richie Schulze, der einen zu kurz abgewehrten Schuss von Tommy Meyer zur Führung abstaubte. Die Dittmannsdorfer wurden nun wacher und kamen langsam ins Spiel, verpassten es aber, ausreichend Druck auf das Tor des VfB auszuüben. Die Partie, welche sich zuvor größtenteils zwischen den Strafräumen abgespielt hatte, nahm etwas an Fahrt auf. Beide Mannschaften erarbeiteten sich nun Tormöglichkeiten, die jedoch nicht genutzt werden konnten.

Auch in der zweiten Hälfte starteten die Gastgeber etwas zielstrebiger und kreuzten mehrmals gefährlich vor dem Tor von Tirol-Keeper Premysl Ciz auf. Die Begegnung wurde nun hektischer - beide Seiten kommentierten lautstark die Entscheidungen des Unparteiischen. Als die Partie mit dem 2:0 entschieden schien, forderte ein Annaberger Zuschauer: "Macht die Hütte dicht!" Keine Minute später zappelte der Ball im VfB-Netz und es wurde noch einmal spannend. Erst ein Konter der Gastgeber brachte die endgültige Entscheidung und sorgte für einen Wechsel an der Tabellenspitze. Für VfB-Trainer Klöpping aber kein Grund, euphorisch zu werden. "Es sind noch einige Spiele und geschenkt kriegen wir in der Liga nichts", erklärte er.

Statistik Annaberg: Offenderlein; C. Meyer, Weichert, Schulze, Thiel, Hablawetz, T. Meyer (86. Groschopp), Gerlach, Klemm, Halm (79. Lang), Wagner (66. Freund); Dittmannsdorf: Ciz; Lichtenstein, H. Junkel, Fritzsch, Se. Viertel, Weise, Lebeda (62. Baldauf), R. Hänel, F. Hänel, Martin (90. Si. Viertel), Mauersberger (90. Merkel); SR: Pechstein (Breitenbrunn); Z: 185; T: 1:0 Schulze (15.), 2:0/3:1 T. Meyer (78./85.), 3:1 Viertel (83.)

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