Wenn ein Hobby die Familie vereint

Seine Leidenschaft teilt Riccardo Sachse nicht nur mit seiner Frau und seinen Töchtern. Dank seiner Initiative erlebte ein besonderes Golf-Turnier in Zschopau Premiere.

Zschopau.

Wenn die Sachses sonntags ihr Frühstück hinter sich haben, verschlägt es das Familienquartett nicht in verschiedene Richtungen. Sowohl Eltern als auch Töchter frönen dann einem gemeinsamen Hobby, das sie nach Kaffee und Frühstücksei meistens auf Hügel in der Nähe von Zschopau verschlägt. In gewisser Weise gehen die Sachses wandern, allerdings haben sie stets ihre Taschen mit Golfschlägern dabei. Wie sonst sollen sie die kleinen weißen Bälle vom Abschlag in die Löcher am Ende der neun Spielbahnen befördern? "Wir drehen fast jeden Sonntag gemeinsam eine Runde auf dem Platz", sagt Riccardo Sachse über das Familienritual.

Die Schläger der Kinder sind kürzer als die der Eltern. Außerdem brauchen sie meist einige Schläge mehr, bis die Fahne erreicht ist. Trotzdem genießen die Annaberger die frische Luft und den Blick auf die Landschaft, während es auch mal den einen oder anderen Tipp gibt. "Alle spielen für sich - und doch gemeinsam", hebt Papa Sachse das besondere Flair hervor, das er auch gern abends genießt. Nach zahlreichen Stunden im Büro ist ein Abstecher auf den Golfplatz genau der richtige Ausgleich. Mit jedem Meter und jedem Atemzug in der Natur lässt der Stress nach. "Schon zwei, drei Löcher reichen, um den Kopf frei zu bekommen", so der 49-Jährige.

Am meisten Spaß macht es Riccardo Sachse, wenn er mit seinen Angehörigen den Schläger schwingt. Und diesen familiären Charakter hat der Hobby-Golfer nun sogar auf ein Turnier übertragen. "Nicht nur Leute zusammen bringen, sondern ganze Familien", erläutert er die Grundidee des Family-Cups, der in Zschopau seine Premiere erlebte. Jeweils ein Elternteil und ein Kind bildeten dabei ein Paar, das sich beim Schlagen des Balls abwechselte. "Die Schläge der Kinder zählen genauso wie die der Erwachsenen", betont Sachse. Fasziniert war unter anderem Colin Kern, zumal nicht nur die Kinder von der älteren Generation lernen konnten, sondern auch umgekehrt. "Kinder sind vollkommen unvoreingenommen und nicht so verbissen", sagt der Mitorganisator. Statt der Sorgen, welche Folgen ein schlechter Schlag haben könnte, überwog bei den Kindern stets die Freude auf den nächsten Versuch. "Diese Lockerheit tut auch den Erwachsenen gut", meint Colin Kern, der den Family-Cup künftig fest in den Terminkalender des Golfvereins integrieren will. "Es wird auf jeden Fall eine Fortsetzung geben", erklärt der Betreiber der Golfanlage, der das Turnier als Teil der Nachwuchsarbeit sieht. Wie Kern freute sich auch Riccardo Sachse. Nicht nur, weil er mit Tochter Lisa das Turnier gewann, sondern weil der Tag allen Familien so gut gefallen hatte.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
 Artikel versenden
Die mit * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...