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Der Bergsprint am Alp de Wettin steigt traditionsgemäß am Samstagabend. Da sind die 300-Kilometer-Fahrer bereits auf der Strecke.

Foto: Eric FresiaBild 1 / 2

Zum Jubiläum wird auch nachts gefahren

Mountainbike: Organisatoren des Erzgebirgs-Bike-Marathons erweitern bei der 25. Auflage das Programm um einen Extrem-Wettbewerb

erschienen am 02.08.2017

Seit vier Wochen sind Organisator Albrecht Dietze und seine Helfer fast täglich im Einsatz, um die Jubiläumsauflage des Erzgebirgs- Bike-Marathons (EBM) vorzubereiten. Der älteste Bike-Marathon Deutschlands wird am Wochenende zum 25. Mal in Seiffen ausgetragen, wobei es einige Neuerungen gibt. Im Gespräch mit Andreas Bauer verrät Dietze zum Beispiel, dass einige "verrückte" Fahrer 300 Kilometer absolvieren wollen.

Freie Presse: Wie läuft die Vorbereitung aufs Jubiläum?

Albrecht Dietze: Wir haben lange Checklisten, die wir routiniert abarbeiten. So ist sichergestellt, dass wir nichts - oder fast nichts - vergessen. Gefühlt sind 1.000 Dinge zu bestellen und abzustimmen. Von der medizinischen Absicherung über die Beschallung bis zu Helfereinsatzplänen. Auch T-Shirts, Medaillen und Startnummern müssen bestellt werden. Außerdem sind wir mit der Erfassung der Teilnehmer beschäftigt, sprechen mit Sponsoren und müssen plötzliche Probleme lösen.

Gab es bis jetzt irgendwelche Schwierigkeiten?

Ein Problem sind die Strecken im Bereich der Wettinhöhe. Der Sachsenforst war hier mit schwerem Gerät im Einsatz, wodurch die Wege in Mitleidenschaft gezogen wurden. Wir haben aber in guten Gesprächen mit dem Sachsenforst und unserem Revierförster Alternativen erarbeitet und die Wege werden auch wieder hergerichtet. Oft ist es sogar so, dass sich Alternativen als letztlich besser erweisen als die ursprüngliche Variante.

Gibt es Neuerungen?

Wir haben an vielen kleineren Schrauben gedreht, um zum Jubiläum unseren Teilnehmern die eine oder andere Besonderheit bieten zu können. Zum Beispiel gibt es eine Neuauflage der EBM-Socke, die jeder Teilnehmer in seiner Startertüte finden wird. Außerdem verteilen wir spezielle Trinkflaschen: die EBM-Edelpulle. Die Strecke wurde punktuell im ersten Teil etwas verlegt, um sie attraktiver zu machen. Erstmalig setzen wir zudem auf eine elektronische Transponder-Zeitnahme, sodass die Biker die Zeiten jeder einzelnen Runde vergleichen können. Ach so, zum Jubiläum gibt es noch ein besonderes Rennformat.

Was meinen Sie damit?

Wir planen mit einem kleinen elitären Kreis ein 300-Kilometer-Rennen. Wahrscheinlich werden um die 15 Starter versuchen, auf der EBM- Strecke 300 Kilometer zurückzulegen. Wir hatten hier eine Testfahrt, bei der die Biker bis zu 24 Stunden unterwegs waren und dabei über 9.000 Höhenmeter zurücklegten.

Wie kam es zu dieser Idee?

Wie so oft wurde die Idee in der Sauna geboren. Es gibt ja schon einige "Verrückte" in der Marathon-Szene. Da wurde an uns die Frage herangetragen, ob es denn nicht möglich sei, ein 300-Kilometer-Rennen anzubieten. Und wir haben dann gesagt, an uns soll es nicht scheitern.

Könnte dieser Extrem-Wettbewerb eine Zukunft haben?

Ausgeschlossen ist dies nicht. Zunächst ist es aber eher ein Experiment, bei dem die Teilnehmer mit sogenannten GPS-Trackern überwacht werden. Wir müssen schauen, ob das Ganze zukunftsfähig ist. Der Start erfolgt am Samstag, 15 Uhr. Die Teilnehmer fahren während der ganzen Nacht und am darauffolgenden Sonntag bis 17 Uhr müssen sie im Ziel sein. Die Zukunft dieses "EBM 3.0" liegt aber sicherlich eher im Bereich eines Team-Rennens, bei dem sich mehrere Fahrer abwechseln. Es ist auf jeden Fall eine extreme Herausforderung.

Was ist rund herum um den EBM noch los?

Am Samstag haben wir ja den Kinder- und Familientag mit den Nachwuchs-Rennen, der Einrad-Sachsenmeisterschaft und der Seiffen Tour. Am Abend dann gibt es den Underwear-Ride und den Bergsprint Alp de Wettin. So ist eigentlich den ganzen Tag über etwas los und es wird für alle Alters- und Leistungsklassen etwas geboten, auch die Zuschauer kommen auf ihre Kosten.

Für wen ist die Seiffen Tour gedacht?

Bei der Seiffen Tour handelt es sich um eine 25 Kilometer lange Radtour rund um Seiffen, wobei ausschließlich gute Waldwege oder wenig befahrene Nebenstraßen genutzt werden. Das Startgeld von fünf Euro kommt dem Stiftungsverein Lydia Kaulfuß zugute. Die Teilnehmer haben hier die Möglichkeit, unsere schöne Heimat zu erleben und gleichzeitig eine gute Tat zu tun.

Wie wichtig sind Ihnen die Nachwuchs-Rennen?

Für uns sehr wichtig, schließlich starten hier die Marathon-Teilnehmer von morgen. Unser EBM Mini gehört zur Junior Trophy Erzgebirge und zur Scott Fahrrad Spartakiade. Wir haben jedes Jahr um die 300 Teilnehmer im Alter zwischen 4 und 16 Jahren. Dies zeigt, dass ein großes Interesse vorhanden ist und wir freuen uns, dass wir mit dem EBM einen Beitrag für die Nachwuchsförderung leisten können.

 
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