Am Fichtelberg in der Goldspur

Die Langläufer des Landesstützpunktes Mittelsachsen/Osterzgebirge haben bei der Deutschen Meisterschaft elfmal Edelmetall gewonnen.

Holzhau/Sayda/Neuhausen.

Stefan Göhler war regelrecht aus dem Häuschen. "Das ist ein Riesenwochenende für unseren kleinen Verein", strahlt der Übungsleiter der SG Holzhau. Gleich zwei seiner früheren Schützlinge sind bei den Deutschen Meisterschaften im Skilanglauf in Oberwiesenthal am Wochenende zu Edelmetall und sogar zu Gold gelaufen: Jacob Vogt gewann in der AK U18 die 10 km Freistil und den Verfolger über 15 km klassisch. Einen kompletten Medaillensatz gab es für Marie Herklotz (U16), die dabei im Klassiksprint über 1,1 km zu Titelehren kam.

"Ein überwältigender Erfolg", sagt Stefan Göhler. Damit sei man sogar einer der erfolgreichsten sächsischen Vereine am Fichtelberg, so der 35-jährige frühere Heimtrainer des Holzhauer Gold-Duos, das jetzt am Sportgymnasium in Oberwiesenthal trainiert. Dieses Abschneiden wiege den Ausfall der beiden Traditionsläufe - der 54. Steinkuppenlauf und der 37. Bernd-Victor-Lauf der SG Holzhau mussten aufgrund des fehlenden Schnees abgesagt werden - "selbstverständlich mehr als auf", so der ebenfalls stolze Vereinschef Uwe Lachmann.

Marie Herklotz hatte nach ihrem Sprint-Gold vom Freitag Platz 3 über 5 km Freistil belegt, im Verfolgungsrennen (7,5 km) konnte die 15-Jährige die Silbermedaille erkämpfen. Der 17-jährige Jacob Vogt hatte im Sprint seiner Altersklasse über 1,4km klassisch Bronze geholt. Mit Johanna Mende ordnete sich eine weitere Läuferin der SG Holzhau im Vorderfeld ein (Plätze 10, 11, 12).

"Genial, wie unsere Athleten aufgetreten sind", jubelt auch Toralf Richter, der Leiter des Landestützpunktes Mittelsachsen/Osterzgebirge. Er konnte sich über insgesamt zwölf Medaillen freuen, die Sportler seines Stützpunktes am Fichtelberg gewannen. "Das ist das mit Abstand beste Abschneiden, das wir bei nationalen Titelkämpfen jemals erreicht haben", so Richter. Zwar seien in den vergangenen Jahren regelmäßig einzelne Athleten auf dieser Ebene dabei und auch erfolgreich gewesen, "aber das ist absolut einmalig", so der 45-Jährige, der an zwei der drei Wettkampftage in Oberwiesenthal vor Ort war.

Für zwei weitere Goldmedaillen hatte Anna-Maria Dietze von Pulsschlag Neuhausen gesorgt, die in der U 16 die Skatingstrecke (5 km) und einen Tag später den Verfolger über 7,5 km gewann. Aber auch bei den unter 18-jährigen Mädchen gab es Medaillenglanz: Julia Richter vom SSV Sayda hatte am Freitag Silber im Sprint gewonnen und war schließlich am Sonntag im Verfolgungsrennen zu Bronze gelaufen. Lena Zeise (Pulsschlag Neuhausen) kam in dieser Altersklasse auf die Ränge 10, 11 und 15. Bei den Damen hatte Anne Winkler vom SSV Sayda nach Gold im Sprint in den Distanzrennen die Plätze 10 und 7 (Verfolger) belegt.

"Das sind Spitzenergebnisse unseres Landesstützpunktes", sagte Albrecht Dietze, der Vorsitzende des Regionalausschusses Osterzgebirge beim Sächsischen Skiverband. Der Dank gelte vor allem auch den Trainern der Heimvereine. "Alle Sportler haben dort das Skifahren gelernt und in der Junior-Trophy erste Wettkampferfahrungen gesammelt", so Dietze. Und während Anne Winkler mit ihrem Titel einen großen Schritt in Richtung U 23-WM machte, sammeln Jacob Vogt und Julia Richter weiter Pluspunkte für die Einstufung als C-Kader des Deutschen Skiverbandes. Dietze: "Sie haben jetzt den Fuß in der Tür."

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