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Georg Semmler vom SV Großwaltersdorf (l.), hier bei den Titelkämpfen 2017 in Johanngeorgenstadt, tritt bei der 28. Sachsenmeisterschaft im Skilanglauf bei den Distanzrennen im klassischen und freien Stil an.

Foto: Carsten Wagner

Am Fichtelberg in der Spur

Die Sachsenmeisterschaften im Skilanglauf finden wieder einmal in Oberwiesenthal statt. Ausgerichtet werden sie aber von zwei Traditionsvereinen aus Mittelsachsen.

Von Steffen Bauer und Knut Berger
erschienen am 09.02.2018

Sayda/Neuhausen. Am Ende hatten die Organisatoren wieder kein Glück mit dem Wetter. Zwar zogen die Temperaturen in den vergangenen Tagen kräftig an, "der Schnee reicht aber bei weitem nicht", sagt Andrea Winkler, die Chefin des Organisationskomitees für die am Wochenende anstehenden Sachsenmeisterschaften im Skilanglauf. "Die Bedingungen lassen weder bei uns in Sayda noch in Neuhausen einen Wettkampf zu." Immerhin gehen bei den Titelkämpfen, die der SSV 1863 Sayda und Pulsschlag Neuhausen gemeinsam ausrichten, an allen drei Tagen mehr als 300 Aktive in die Loipe - die nun ab heute in der Skiarena Oberwiesenthal für die Teilnehmer aus den rund 30 Vereinen gespurt wird.

Seit August hatten Funktionäre und Trainer aus Sayda und Neuhausen die Titelkämpfe vorbereitet. Die Saydaer hatten sich bereits im Vorjahr als perfekte Gastgeber beim Deutschen Schülercup erwiesen - und 1991 auch die allererste Sachsenmeisterschaft nach der Wende ausgerichtet. Danach folgten zwei weitere Auflagen im Skistadion am Mühlholzweg. Neuhausen war bislang zweimal Gastgeber der Sachsenmeisterschaften.

Die Saydaer hatten in diesem Winter überhaupt noch kein Glück mit dem Schnee. Sowohl der Sachsenpokal und der Silvesterlauf im Dezember als auch der traditionelle Höhenstaffellauf, der Peter-Barthel-Lauf und der Osterzgebirgskammlauf fielen aus. "Die Saydaer und Neuhausener Sportfreunde haben großen Aufwand betrieben, um die Sturmschäden auf den Wettkampfstrecken zu beseitigen. Sie hätten die Meisterschaften gern in Mittelsachsen veranstaltet", sagt Regionaltrainer Toralf Richter. Das sei bereits der fünfte Winter in Folge, der so wenig Schnee in die Region bringt.

Die Verlegung der Sachsenmeisterschaften nach Oberwiesenthal, wo sie zum achten Mal stattfinden, bringt einige Änderungen am Zeitplan mit sich. "Wir haben entschieden, den Ablauf zu tauschen. Am Freitag steigen die Klassik-Sprints, am Samstag folgen die Freistil-Massenstarts", erklärt Landestrainer Lars Lehmann. Ursprünglich war alles umgekehrt geplant. Doch da auch die Erzgebirgsspiele der Biathleten ihr Zeitfenster brauchen, können die Langläufer an beiden Tagen erst ab 13 Uhr auf die Strecke. Die Staffelrennen finden wie geplant am Sonntag statt.

Für die Skisportler des SV Großwaltersdorf ist die Teilnahme an der Sachsenmeisterschaft in Oberwiesenthal der Saisonhöhepunkt. Mehr als 20 Sportler aus dem Eppendorfer Ortsteil gehen am Fuße des Fichtelberges in die Spur. Bereits heute wird es für die Altersklasse 10 bis 15 im Sprint ernst. Am Sonntag schicken die Großwaltersdorfer zwei Nachwuchs- und jeweils eine Männer- und Frauenstaffel in den Mannschaftskonkurrenzen in die Loipe. "Wir konnten in dieser Saison zu Hause bislang überhaupt nicht auf Schnee trainieren. Das ist gegenüber den Leistungszentren aus dem Erzgebirge ein klarer Nachteil", sagt die Großwaltersdorfer Trainerin Isabel Jakob, die sich in Oberwiesenthal auch selbst die Bretter anschnallt.

Deshalb seien die Medaillenränge auch kein Thema. "Vielleicht schafft es der eine oder andere Sportler unter die besten Sechs seiner Altersklasse", sagte die 24-jährige Übungsleiterin. "Das wäre dann schon ein Erfolg für uns."

28. Sachsenmeisterschaft Zeitplan Fr., 13 Uhr: DSV-Sprint (AK 10 bis 15) und Distanzwettbewerb klassische Technik; Sa., 14Uhr: 93. Schwartenberglauf/Langdistanz freie Technik; So., 10 Uhr: Staffeln Massenstart (Sparkassen-Skiarena Oberwiesenthal)

 
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