BSC: Alles oder nichts

Im Sachsenpokal erwarten die Freiberger Fußballer morgen Chemie Leipzig - und ein volles Haus. Auf den Sieger wartet zudem das große Los.

Freiberg.

Dynamo im Hinterkopf, aber Chemie vor der Brust - bevor die Fußballer des BSC Freiberg im Sachsenpokal für das größte Spiel der Vereinsgeschichte sorgen können, haben sie einen nicht unerheblichen Brocken aus dem Weg zu räumen: Morgen trifft das Team von Steve Dieske im Nachholspiel der 3.Runde auf Sachsenliga-Konkurrent Chemie Leipzig. Der Sieger darf im Achtelfinale dann Drittligist Dynamo Dresden begrüßen.

"Wir wissen natürlich, was das heißt - das wäre ein Riesenspiel für uns, den Verein, die Stadt und die ganze Region", sagt Trainer Dieske. "Aber soweit sind wir eben noch nicht." Die Chancen vor dem "Alles-oder-nichts-Spiel" morgen beziffert der 34-Jährige mit 50:50. Die Formkurve spreche vielleicht für Chemie: Während die Freiberger in der Meisterschaft noch auf den ersten Sieg warten und zuletzt 1:5 unter Räder kamen, ist Mitaufsteiger Chemie noch unbesiegt und feierte im Pokal in Runde 2 ein 15:0-Schützenfest gegen Kreisoberligist Wachau.

Die Leipziger haben sich sehr gut verstärkt und sind ein sehr unbequemer Gegner, sagt Dieske. Aber sein Team sei gerüstet und will unbedingt die offene Rechnung begleichen. Denn das letzte Gastspiel der Leipziger hatte im Juni 2013 mit Tränen geendet - auf beiden Seiten. Der BSC stieg nach dem 1:2 aus der Landesliga ab, und auch Chemie rettete der Sieg nicht mehr. "Jetzt können und wollen wir uns für diese bittere Niederlage revanchieren", so Dieske.

Zwar lief es zuletzt nicht nach Wunsch, aber morgen gehe alles bei Null los, sagt der BSC-Trainer, der einige Änderungen ankündigte. Und es werde eine leidenschaftliche und kämpferisch starke Truppe auf dem Platz stehen, verspricht Steve Dieske. Nach dem schwachem Auftritt in Grimma habe er im Training die erhofften Reaktionen gesehen.

Die Partie, das ist kein Geheimnis und fast bei allen Chemie-Auftritten der Fall, ist als Sicherheitsspiel eingestuft. Allein 400 bis 500 Leipziger Fans werden morgen auf dem Platz der Einheit erwartet, sagt BSC-Manager Andreas Gartner. Dabei sind drei Eingänge auf dem Platz der Einheit eingerichtet: einer für Spieler und Betreuer, einer für die Gäste-Fans und einer für die Freiberger Zuschauer (Karl-Kegel-Straße).

Die Polizei sei vor Ort, sagt der Manager, "aber wir sind überzeugt, dass alles in geordneten Bahnen abläuft." Beide Vereine hätten im Vorfeld mehrfach zusammengesessen und miteinander gesprochen. "Alle wollen zu einem fairen und sportlichen Miteinander beitragen - auf und neben dem Platz." Die BSG Chemie Leipzig hat sich übrigens schon im Vorfeld auf ihrer Homepage für die gute Zusammenarbeit bedankt.

Fussball-Sachsenpokal 3. Runde - So., 15 Uhr: BSC Freiberg - BSG Chemie Leipzig

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