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Felix Lubitz (l.) erzielte die 1:0-Führung für den TSV, Mittweidas Sebastian Voigt (r.) vergab die Chance zum zwischenzeitlichen 1:1.

Foto: Falk Bernhardt Bild 1 / 2

Flöha nutzt den Heimvorteil

Die Fußballer des TSV Flöha haben vom Finale zuhause geträumt und es letztlich auch gewonnen. Mit einem 3:0-Erfolg gegen den SV Germania Mittweida II holte sich der Gastgeber den Kreispokal.

Von Ulli Ludwig
erschienen am 19.06.2017

Flöha/Mittweida. Beide Mannschaften kennen sich bestens aus der Mittelsachsenliga, doch diesmal triumphierte im Finale des Mittelsachsenpokals mit dem TSV Flöha die Mannschaft, die den SV Germania Mittweida II nicht schlagen konnte. Die Flöhaer nutzten vor fast 500 Zuschauern ihren Heimvorteil und bezwangen die Mittweidaer Reserve mit 3:0 (1:0).

Flöhas Mannschaftsleiter Ralf Oettel fand nach dem umjubelten Abpfiff eine Erklärung für den Sieg seines Teams. "Wir haben von Mittweida kaum Chancen zugelassen. Zwar kamen sie zwischenzeitlich gut ins Spiel, wo wir im Mittelfeld ein paar Defizite hatten. Dennoch denke ich, dass wir verdient, aber mit einem Tor zu hoch gewonnen haben." Der geschlagene Verlierer aus Mittweida akzeptierte die Niederlage sportlich. "Wir haben in der zweiten Halbzeit besser ins Spiel gefunden. Aber wie in der gesamten Saison haben wir hinten Probleme und offensiv keine Durchschlagskraft gehabt", sagte Mittweidaer Trainer Bernd Hofmann zur Final-Niederlage. Dennoch habe die Pokalsaison gezeigt, dass sein Team mit einem vollen Kader unter den oberen Teams der Mittelsachsenliga mitspielen kann.

Das Spiel begann mit einer druckvollen Flöhaer Mannschaft. Angeführt vom dribbelstarken Tom Göckeritz spielte sich der Tabellensechste der abgelaufenen Mittelsachsenliga-Saison durch die gegnerische Abwehrkette. Aber auch Mittweida, welches den Weg über den TSV Falkenau ins Finale fand, erspielte sich zu Beginn durch lange Bälle gute Konteraktionen. Mit dem guten Rasen des Auenstadions kam bei fortschreitender Zeit Mittweida besser zurecht. Dies war allerdings auch dem häufig zu lässigen Aufbauspiel des TSV geschuldet. Die erste Torchance des Spiels hatte Flöha, nachdem Mittweida im Mittelfeld den Ball herschenkte und Felix Lubitz frei vor Germania-Schlussmann Robert Schmidt scheiterte (17.). Die Zuschauer sahen in der 28. Minute erneut das Duell Lubitz gegen Schmidt. Diesmal blieb der TSV-Angreifer nach einem lang geschlagenen Ball aus der Flöhaer Hälfte eiskalt und umkurvte den Torhüter zum 1:0. Das Momentum war auf der Seite des TSV, Mittweida leistete sich nun einige Abwehrfehler und Ballverluste. Das vorwiegend körperliche Spiel ging aber ohne weitere Tore in die Pause, nachdem beide Mannschaften kaum mehr Akzente in der Offensive setzen konnten. "Zur Halbzeit waren wir mit dem 1:0 gut bedient, da Flöha spielerisch klar besser war", sagte Bernd Hofmann.

Doch nach dem Seitenwechsel kam Mittweida aktiver und willensstärker aus der Kabine. So kam die Germania innerhalb von drei Minuten zu zwei großen Chancen, die sie allerdings vergaben. Nun ging das Team von Bernd Hofmann immer mehr in die Offensive, um den Ausgleich zu erzwingen. Flöha setzte vorwiegend auf Konter über die rechte Seite, die dann aber schlecht ausgespielt wurden. Mittweidas Abwehrchef Sebastian Voigt spielte von nun an im Angriff und kam mit seinem Kopfball eine Viertelstunde vor Schluss zu einer guten Chance, doch hier fehlte ihm wie dem Team insgesamt im Abschluss das Glück. Den Deckel auf das Spiel setzte der TSV dann, als nach vielfachen Fehlversuchen Tom Göckeritz eine Kopie des ersten Tores erstellte (81.). Der entscheidende Schlusspunkt für die Saison beider Mannschaften war ein spektakulärer: In der Nachspielzeit setzte Marvin Giesecke einen Freistoß aus 40 Metern direkt in das Mittweidaer Gehäuse und löste den großen Jubelsturm des Flöhaer Anhangs aus (90. +3).

Während sich beide Mannschaften in der Halbzeit erfrischten und neue Anweisungen einholten, kam es auf dem Feld zur Ehrung der fairsten Teams des Kreises und der Torschützenkönige. Mit dabei war unter anderem Rico Thomas vom TSV Falkenau, der in dieser Mittelsachsenliga-Saison 30 Treffer erzielte und beim Finale mit dem TSV Falkenau, der im Halbfinale an Mittweida II scheiterte, lieber selbst mitgewirkt hätte.

 
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