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Gemeinsam auf dem Fußballrasen: Die jungen Kicker der FS Zinedine Ushgorod waren zum zweiten Mal beim TSV Dittersbach zu Gast. Nun ist ein Besuch der Mittelsachsen in der Westukraine geplant.

Foto: Roland Porst

Fremde werden Freunde

Zum zweiten Mal hat der TSV Dittersbach junge Fußballer aus der Ukraine empfangen. Nun wird ein Gegenbesuch angestrebt.

Von Robin Seidler
erschienen am 13.06.2018

Dittersbach. Nachdem junge Fußballer der FS Zinedine Ushgorod bereits 2017 beim TSV Dittersbach ein Trainingslager absolvierten, gab es in der vergangenen Woche den zweiten Besuch. Dieser fiel sogar noch etwas umfangreicher aus.

Die Westukrainer hatten sich ein sehr sportliches Programm zusammengestellt, an dem auch die Dittersbacher beteiligt waren. "Es war wieder ein sehr schöner Austausch", sagte der Organisator Axel Wrobel, der zugleich der stellvertretende Vorsitzende des Vereins ist. Nachdem die U-11-Fußballer aus der Ukraine unter der Woche gegen die Dittersbacher Jugendmannschaften sowie ein Team des VfB Fortuna Chemnitz spielten, stand am Sonnabend noch ein Blitzturnier auf der Frankenberger Jahnkampfbahn auf dem Programm. "Das haben die beiden Mannschaften aus Ushgorod ebenfalls dominiert", sagte Wrobel. "Man merkt schon, dass dort die Strukturen etwas anders als bei uns sind." In der dortigen Fußballschule hoffen die jungen Talente auf den Sprung in den Profifußball. "Und das hat man beim Besuch hier auch gemerkt, da alles nach einem strikten Zeitplan abläuft." Das neue Trainergespann der Ukrainer sei zudem etwas strenger gewesen", sagt Wrobel schmunzelnd. "Punkt 19.30 Uhr ging es immer zurück in die Jugendherberge." Dort übernachteten die Ukrainer bis zu ihrer Abreise am Samstagabend. Auch kulinarisch gingen die Fußballer beider Länder auf Entdeckungsreise. "Wir haben meist deutsche und osteuropäische Gerichte gemischt", so der Organisator. "Einmal gab es Buchweizen mit Bratwurst."

Beide Vereine streben nun einen Gegenbesuch in der westukrainischen Grenzstadt an. "Zunächst ist aber geplant, dass wir mit drei, vier Vereinsvertretern im Herbst dahin reisen, um uns die Gegebenheiten anzuschauen", sagt Wrobel. Der Austausch in diesem Jahr ist vor allem durch Spenden von Unternehmern und Privatpersonen zustande gekommen. "Der Verein hat auch etwas dazugegeben, da wir für das Projekt keine Fördermittel bekommen haben", sagt der stellvertretende Vereinschef.

 
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