HSG krempelt Ärmel hoch

Nach der bitteren Heimniederlage gegen Pirna/ Heidenau haben die Oberliga-Handballer der HSG Freiberg bereits morgen die Chance zur Wiedergutmachung vor den eigenen Fans.

Freiberg.

Andreas Tietze möchte zum Weihnachtsfest in diesem Jahr gerne ein Déja-Vu vermeiden: Nicht schon wieder sollen seine Handballer der HSG Freiberg zum Fest im Tabellenkeller stecken. Dass dafür noch Punkte nötig sind, weiß im Lager der Oberliga-Handballer jeder.

"Wir wollen Weihnachten auf jeden Fall ruhig feiern und haben dafür jetzt noch vier Spiele Zeit", sagt der Freiberger Co-Trainer. Dabei mussten die Freiberger diese Woche die herbe 20:26-Heimniederlage gegen die SG Pirna/Heidenau verdauen. "Zwei, drei Tage hatten die Spieler daran zu knabbern", blickt Tietze zurück. Auf eine Video-Analyse hatte das Trainerteam verzichtet. "Wir wollen diese Partie selbst in Auszügen nicht mehr sehen", sagt Trainer Jiri Tancos. Der Tscheche zog die Zügel insbesondere im ersten Teil der Trainingswoche noch einmal an. "Die Jungs mussten vor allem beim Gegenstoßtraining viel laufen und auch in der Abwehr noch mehr zupacken." Besonders diese Grundtugenden hatte der Ex-Nationalspieler gegen Pirna vermisst. "Es fehlte an Tempo und Technik", so Tancos, der seine Truppe zu Wochenbeginn an die Grenze der Belastbarkeit führte. Zudem sei der Ton ein wenig rauer als gewohnt gewesen.

"Die Mannschaft ist natürlich mit sich selbst und der aktuellen Situation unzufrieden", sagt Co-Trainer Tietze. Unsicherheit erkennt er im Kader aber nicht. "Im Gegenteil. Es ist positiv, dass wir gleich wieder ein Heimspiel haben und sofort Wiedergutmachung betreiben können." Allerdings verlangt der 50-Jährige von den Spielern dabei mehr Körpersprache. "Die Jungs müssen die Emotionen auf dem Feld auch rauslassen und die Ärmel hochkrempeln." Es sei zudem nicht verwerflich, wenn sich die Spieler nach gelungenen Aktionen abklatschen. "Jedes einzelne Duell, egal wo auf dem Feld, kann motivierend sein", sagt Tietze, der der mentalen Verfassung große Bedeutung beimisst.

Der Co-Trainer traut seinem Team die Wende gegen den HSV Apolda zu. In der Vorsaison gab es in Freiberg ein Remis, in Apolda gewann die HSG sogar. Letzteres wäre sicherlich besser im Hinblick auf ein ruhiges Weihnachtsfest.

Mitteldeutsche Oberliga 9. Spieltag Sa., 20 Uhr: HSG Freiberg - HSV Apolda

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