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Die Hürde USG Chemnitz hat sich für die Handballer des HV Oederan als zu hoch erwiesen. Das Team um Tom Neubert (beim Wurf) unterlag dem Spitzenreiter und schon feststehenden Bezirksmeister mit 29:31. Als Vorletzter muss der HVO nun in Sachen Klassenerhalt hoffen.

Foto: Eckardt Mildner

Oederaner erneut gestoppt

In der Handball-Bezirksliga ist der HVO gegen Spitzenreiter USG Chemnitz zu spät aufgewacht. Niederwiesa ist dafür am Ziel.

Von KNut Berger
erschienen am 17.04.2018

Oederan/Niederwiesa. Dem großen Saison-Halali in der Handball-Bezirksliga, zu dem am kommenden Samstag geblasen wird, kann nur der SV Grün-Weiß Niederwiesa entspannt entgegensehen. Die Grün-Weißen haben bereits vor dem abschließenden Spieltag den Klassenerhalt sicher. Dagegen regiert beim HV Oederan und beim SV Rotation Weißenborn, hier bezüglich des Aufstiegs in die Verbandsliga, das Prinzip Hoffnung.

Der HV Oederan, der aktuell mit 13:29 Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz steht, hat sein Heimspiel gegen den Spitzenreiter USG Chemnitz 29:31 (11:17) verloren. "Wir haben ganz schwach begonnen", ärgerte sich Oederans Trainer Marco Börner. Er musste mit ansehen, wie seine Männer die Anfangsphase regelrecht verschliefen und 1:6 hinten lagen. Mitte der ersten Hälfte sah es beim 6:12 kaum besser aus. Nach dem Seitenwechsel standen die Oederaner in der Defensive besser, obwohl der Rückstand kaum schmolz (19:24). Doch in der Schlussphase glich der HVO zum 29:29 aus.

"Dann haben die Schiedsrichter zwei fragwürdige Entscheidungen gefällt", sagte Börner, der aber auch erkannte: "Es war ein sehr zerfahrenes Spiel mit vielen technischen Fehlern." Ob der vorletzte Platz seiner Mannschaft zum Klassenerhalt reicht, steht derzeit noch nicht fest.

Statistik HV Oederan: Butze, Eichler; Tschee, Neubert (5), Fleischer (2), Eckardt (1), Oehme (1), Knebel, Schreiter (5/5), Seidel (5), Ullrich (4), Rümmler (1), Tischendorf (3), Dabrowski (2)

Der SV Grün-Weiß Niederwiesa hat den Klassenerhalt durch einen 21:13 (9:8)-Sieg bei Schlusslicht HC Plauen II perfekt gemacht. Dabei hatte das Team von Trainer Martin Herwick Anlaufschwierigkeiten, übernahm nach dem 5:5 aber die Initiative und baute den Vorteil auf 14:8 aus. "Dennoch bin ich mit unserer Angriffsleistung nicht zufrieden", sagte der Niederwiesaer Coach.

Zum Glück sei man den ideenlosen Gastgebern mit einer guten Abwehr und zwei starken Torhütern entgegengetreten, so Herwick. In der Offensive vermisste er die Beweglichkeit, zudem wurde aus ungünstigen Positionen geworfen. "Am Ende zählen die beiden Punkte, die uns den Klassenerhalt gebracht haben." Benjamin Clauß war mit 6Treffern erfolgreichster Werfer.

Statistik SV Grün-Weiß Niederwiesa: S.Richter, M. Richter (4), Göschel (3), Uhlmann, Clauß (6/4), Mattner (2), Enderlein (1), Oehmigen (3), Hamann (2), Haase

Der SV Rotation Weißenborn kassierte beim Zwickauer HC II eine 26:29 (12:13)-Niederlage, bleibt aber Tabellenzweiter. "Wir haben sehr gut begonnen", lobte Weißenborns Trainer Jens Peschke, dessen Männer in der 1. Halbzeit immer knapp vorn lagen. Dann hätten sich alle verwundert die Augen gerieben, "als Spieler eingewechselt wurden, die zuvor in der ersten Zwickauer Mannschaft in der Sachsenliga aufliefen", so Peschke. Immerhin konnte sein Team das Geschehen noch offen gestalten (17:17), musste dann aber den Gegner ziehen lassen.

Dennoch kann sich der SV Rotation berechtigte Hoffnungen auf den Aufstieg in die Verbandsliga machen. Wie Staffelleiter Klaus Uhlmann mitteilte, verzichtet Tabellenführer USG Chemnitz auf den Aufstieg. Auch Mittweida und Fraureuth, derzeit punktgleich mit Weißenborn, hätten trotz Ablauf der Frist noch nicht gemeldet.

Statistik Rotation Weißenborn: Kalcher, Quint; Bladeck (2), Hell, Neubert (3), Krägenbrink, Kirschenmann (1/1), Zojdz (8/1), Kosterlitzky (2), Mauersberger (1), T. Bartzsch (7), Fischer, Schwarz, Schimke (2)

 
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