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Julia Korb (l.) wird bei ihren Angriffen meist selbst nicht verschont. Beim Gastspiel in Zwönitz, hier gegen Melina Seidel, hatte sie selbst in der Abwehr alle Hände voll zu tun.

Foto: Ralf Wendland

Penigerinnen wollen zupacken

Zum Heimauftakt im neuen Jahr empfangen die TSV-Damen morgen die SG Lichtenstein/Oberlungwitz. Die Gastgeber rechnen sich gegen den Dritten dabei durchaus Chancen auf Punkte aus.

Von Robin Seidler
Penig. Obwohl es für die Bezirksliga-Handballerinnen des TSV Penig (11./6:18) am vergangenen Wochenende bei Tabellenführer Zwönitzer HSV nichts zu holen gab, nehmen sie die positiven Erkenntnisse mit in das erste Heimspiel des Jahres. Zu diesem empfangen sie morgen in eigener Halle die SG Lichtenstein/Oberlungwitz (3./15:9).

"Wir haben in dieser Saison bereits gezeigt, dass wir nicht nur gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenregion bestehen können", sagt die Peniger Spielführerin Julia Korb. In Zwönitz stimmten ihrer Meinung nach vor allem der läuferische Einsatz sowie die Deckungsarbeit. "Daran müssen wir am Samstag wieder anknüpfen, sodass vielleicht ein Punktgewinn möglich ist", sagt die Arzthelferin und Hausbesuchsschwester.

Mit 75 Treffern in zwölf Partien steht die 31-Jährige inzwischen gar auf dem 3. Platz der Torjägerliste. Dabei genießt sie speziell im Rückraum mehr Freiheiten als in der vergangenen Bezirksklasse-Saison. "In Pressdeckung werde ich nicht mehr so oft genommen, allerdings packen die gegnerischen Abwehrreihen noch etwas fester zu", sagt sie. Zudem seien die Torfrauen noch etwas besser als in der Aufstiegssaison. Julia Korb wird von ihrem Trainer größtenteils auf der halbrechten Rückraumposition eingesetzt. "Als Spielmacherin eignet sie sich nicht so ganz", sagt ihr Heiko Schneider mit einem Schmunzeln. "Auf Außen habe ich sie nur eingesetzt, als sie direkt gedeckt wurde. Diese Zeiten scheinen ja vorbei zu sein", fügt Schneider an.

Für die beste Peniger Schützin ist es zudem von Vorteil, dass die Abläufe im Positionsspiel mit den ehemaligen A-Jugend-Spielerinnen immer besser funktionieren. "Wir können inzwischen ganz gut einschätzen, wen wir auf welcher Position aufstellen können und auch das Kombinationsspiel klappt daher immer besser", sagt Korb. Besser sollte es inzwischen auch um die Kondition der Peniger Spielerinnen bestellt sein. Durch die lange Weihnachtspause ohne Training ging ihnen in der zweiten Halbzeit in Zwönitz etwas die Luft aus. "Inzwischen bewegen wir uns wieder regelmäßig und dürften etwas besser in Form sein", vermutet sie.

Sportlich ist Julia Korb eine der tragenden Säulen im Peniger Team, doch auch für den Zusammenhalt ist sie wichtig. "Als mich die Mädels zum Kapitän gewählt haben, war ich schon gerührt", sagt sie und bezeichnet sich lächelnd als "Mannschaftsmutti". "Die Mitspielerinnen nutzen ab und an auch die Gelegenheit und fragen mich, wie ich zu gewissen Dingen stehe." Schön sei, dass kleine Probleme schnell intern gelöst werden. "So können wir nach und nach weiterhin zusammenwachsen", sagt sie.

"Um zu punkten, müssen wir morgen aber unsere eigenen Fehler abstellen", fordert Heiko Schneider. "Wir waren meist nicht das schlechtere Team - wir haben nur mehr Fehler als die Gegner gemacht", sagt er. Mit Blick auf die Tabelle seien Punkte langsam gut, doch Druck macht sich im Peniger Lager niemand.

Sicherlich auch nicht die Kreisliga-Männer des Vereins, die auf dem 5. Platz stehen und im Titelkampf nicht mehr mitmischen können. Sie empfangen nach dem Damenspiel den SV Leisnig II (7./2:8) zum ersten Heimauftritt des Jahres. Ein Sieg könnte ihnen dabei sicher ein wenig Auftrieb für die Rückrunde geben.

 
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