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Zweimal zu Gold gelaufen: Sarah Lehmann von Pulsschlag Neuhausen ist eine von drei Double-Siegerinnen des Mitveranstalters.

Foto: Thomas Fritzsch

Perfekte Meisterschaften

Bei besten Bedingungen haben die Skilangläufer am Fichtelberg um die Titel des Freistaats gekämpft. Dabei ragten acht Starter mit einem Double heraus, doch auch das Rahmenprogramm überzeugte.

Von Andreas Bauer und Steffen Bauer
erschienen am 13.02.2018

Oberwiesenthal. Obwohl die Landesmeisterschaften im Skilanglauf aufgrund der Schneesituation verlegt werden mussten, hat sich die Veranstaltung am Wochenende keinesfalls als Notlösung erwiesen - im Gegenteil. "Es war ein gelungener Wettkampf auf anspruchsvollen Strecken, der dank des Wetters auch noch beste Bedingungen zu bieten hatte", lautet das Fazit von Landestrainer Lars Lehmann nach den Rennen am Fichtelberg, die bereits am Freitag begannen. Dem Auftakt in der klassischen Technik folgten am Samstag die Skating-Distanzrennen sowie am Sonntag die Staffel-Wettbewerbe. "Jeder Verein hatte irgendwo seine herausragenden Resultate", sagte Lehmann angesichts der breit verteilten Titel und Medaillen.

Auch Andrea Winkler, die Chefin des Organisationskomitees von SSV Sayda und Pulsschlag Neuhausen, war rundum zufrieden. "Alles hat prima geklappt, und dank der Unterstützung des Olympiastützpunktes Oberwiesenthal hatten wir allerbeste Strecken", sagte die Saydaerin. Zudem hätten die Kampfrichter und Helfer der beiden Ausrichtervereine Sayda und Neuhausen einen sehr guten Job gemacht, so Andrea Winkler. "Es waren rundum perfekte Meisterschaften."

Der Neuhausener Pulsschlag-Verein stellte am Ende mit Sarah Lehmann (W 21), der Schwester des Landestrainers, sowie Friederike Preißler (W 31) und Anna-Maria Dietze (U 20) drei doppelte Sachsenmeisterinnen. Einzel-Siege in beiden Disziplinen konnten auch Lars Weise (M 36) vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal und Holger Hanzlik (M 66) aus Grumbach feiern. In den Staffelläufen stellte der ATSV Gebirge/Gelobtland mit drei Siegen sein Potenzial unter Beweis. "Der ATSV war zugleich teilnehmerstärkster Verein", sagte Toralf Richter, der Regionaltrainer Mittelsachsen/Osterzgebirge. Sogar mehr Starter als das Leistungszentrum Klingenthal habe der Verein aus dem Marienberger Ortsteil gestellt. Bei den Herren lief die Staffel des ESV Nassau mit Albin, Stephan und Philipp Koch zu einem souveränen Sieg vor dem WSC Erzgebirge Oberwiesenthal. Bei den Juniorinnen hatte ebenfalls eine Familienstaffel die Nase vorn: Laura, Luca und Leonie Prezewowsky kamen mehr als zwei Minuten vor der SG Klotzsche ins Ziel.

Bei den jüngsten Aktiven hob Regionaltrainer Richter Lynn Schuster hervor. Die Zehnjährige vom SSV Sayda lief sowohl im Sprint als auch im Freistilrennen über 2 Kilometer zu Gold. "Ein sehr schöner Erfolg und der Lohn für ihren Trainingsfleiß", sagte Richter. Die SG Holzhau stellte mit Jacob Vogt den klaren Sieger über 15 Kilometer Freistil der Herren. Der B-Kader-Athlet, der die U-23-WM verpasst hatte, gewann mit fast drei Minuten Vorsprung.

In der Equipe des SV Großwaltersdorf sorgte Elena Nitzsche für das wertvollste Resultat. Sie wurde über 5 Kilometer der AK 14 Fünfte. "Es war die erste Sachsenmeisterschaftsurkunde ihrer Laufbahn", sagte Trainerin Isabel Jakob. Aber auch Juniorin Lea Semmler und Vanessa Oehme (AK 16) überzeugten. Beide jungen Damen kamen jeweils auf Rang 6. Trainerin Jakob schaffte als Dritte zweimal den Sprung auf das Podest. Die Großwaltersdorfer hätten eine gute Nachwuchstruppe, lobte Regionaltrainer Richter. "Das lässt für die Zukunft hoffen."

Für einen reibungslosen Ablauf sorgten die 75 Kampfrichter aus Sayda und Neuhausen. Als Chef des Wettkampfbüros fungierte Roland Richter, der in der Verlegung des Wettkampfes die richtige Entscheidung sah. Dies bewies die positive Resonanz mit 250 Teilnehmer pro Tag sowie 70 Staffeln. "Oberwiesenthal ist in Sachsen derzeit die einzige Möglichkeit, im Langlaufbereich etwas zu machen und solche Veranstaltungen durchführen zu können." Aus diesen Grund habe man gesagt, "wir wollen die Sachsenmeisterschaft nicht ausfallen lassen, da sie gerade für die Kinder und Jugendlichen sehr wichtig ist", erklärt der 72-jährige Saydaer.

Präpariert hatten die Gastgeber nicht nur die Loipen, sondern auch die "Skitty World". In dem kleinen Kinderparadies abseits der Wettkampfstrecke konnten sich junge Besucher auf einem Parcours mit Hindernissen ausprobieren. Zudem verbrachten dort auch Nachwuchssportler die Zeit, während sie auf die Siegerehrung warteten. "Es war eine Art Kindergarten, der sehr gut angenommen wurde", berichtete Lars Lehmann. Der Landestrainer würde das Projekt gern dauerhaft bei solchen Veranstaltungen installieren. Zudem wetteiferten im Rahmenprogramm die Sportler der Altersklassen 6 bis 9 bei der Junior-Trophy-Erzgebirge um die besten Platzierungen. (mit kbe/ritz)

 
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