Schönes Geschenk zum Fest

Skilangläuferin Anne Winkler aus Sayda hat beim Continentalcup in Österreich den Sprint der Damen gewonnen.

Sayda.

Anne Winkler konnte es diesmal nicht erwarten. Schon ein paar Tage vor Heiligabend hat die junge Skilangläuferin des SSV Sayda das erste Weihnachtsgeschenk "ausgepackt" - das sie sich auch gleich selbst gemacht hatte: Beim zweiten Wettkampf der neuen Continentalcup-Serie, der im österreichischen Hochfilzen stattfand, lief die 21-Jährige im Freistil-Sprintrennen der Damen auf den 1. Platz.

"Das ist ein sehr schöner Erfolg", strahlt Anne Winkler. Und vor allem war es ein großer Schritt in Richtung ihres erklärten Saisonziels - der U23-Weltmeisterschaft, die vom 22. bis 28. Februar im rumänischen Rasnov stattfindet. Für eine WM-Nominierung ist zweimal eine Platzierung unter den ersten Drei bei einem Continentalcup-Rennen erforderlich, erklärt die Sportsoldatin der Bundeswehr-Sportfördergruppe Frankenberg. Die halbe Miete habe sie damit schon rein, schmunzelt die junge Athletin, die sich in Hochfilzen unter 44 Starterinnen aus 17 Nationen durchsetzte.

Die beiden anderen Rennen in Hochfilzen habe sie in Absprache mit ihrem Trainer ausgelassen, erzählt Anne Winkler. "Eine reine Vorsichtsmaßnahme, da ich leicht erkältet war." Eine Woche zuvor im französischen Premanon hatte die Sprintspezialistin aber auch bei den Distanzrennen ihre gute Form unter Beweis gestellt: über 10 Kilometer klassisch lief sie auf Platz 9, über die gleiche Strecke im freien Stil auf Platz 21. Damit sei sie sehr zufrieden gewesen, sagt die amtierende Deutsche Meisterin im Sprint.

Die beiden anderen Langläufer aus Mittelsachsen, die im Continentalcup starten, überzeugten in Hochfilzen ebenfalls. Julia Richter vom SSV Sayda kam beim Sprint im Riesenfeld der Juniorinnen (80 Starterinnen) auf Platz 9 ein. Über 10 Kilometer klassisch lief die 18-Jährige dann auf Rang 6 unter 39 Starterinnen, über 5 Kilometer Freistil wurde sie Neunte. Jacob Vogt von der SG Holzhau landete im Freistil-Sprint ebenfalls in den Top Ten. Beim Rennen der Junioren waren sogar 115 Aktive am Start. Über 15 Kilometer klassisch stand beim 18-Jährigen Platz 14 zu Buche, über 10 Kilometer Freistil wurde es Rang 29.

Während das Trio damit bereits den dritten Wettkampf auf Schnee erfolgreich absolviert hat, muss anderenorts weiter improvisiert werden. In Oberwiesenthal, wo der Auftakt des Deutschlandpokals ausfiel, gab es zumindest eine interessante Trainingseinheit für die Sportschüler, unter denen auch etliche junge Mittelsachsen sind. "Alle sind im Dunklen los, um am tschechischen Keilberg einen Berganlauf am Skihang zu absolvieren", berichtet Regionaltrainer Toralf Richter. Dort sei im Moment die einzige präparierte Skipiste weit und breit. Anschließend folgte ein Hindernisparcours.

Ab morgen können die jungen Athleten zumindest kurz durchatmen. Anne Winkler freut sich vor allem auf das Weihnachtsessen zuhause. Zu Heiligabend gebe es Bratwurst, Sauerkraut, Kartoffeln und Linsen - "ganz traditionell", so die Saydaerin. Was das Wettkampfgewicht betrifft, müsse sie nicht besonders aufpassen, schmunzelt sie. "Bei uns Ausdauersportlern gibt es da eigentlich keine Probleme." Zumal ab Montag ohnehin wieder trainiert wird. Dem Schnee müssen allerdings auch die Kaderathleten hinterherfahren: Wahrscheinlich werde man sich im Riesengebirge auf die nächsten Rennen Anfang Januar vorbereiten, so Anne Winkler.

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