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Sie wollen den Spiel- und Sportbetrieb im Ort noch lange hochhalten: Michael Faust, Wolfgang Bothen und Kay Hauswald vom FSV Steudten (v.l.).

Foto: Mario Hoesel

Seit 40 Jahren am Ball

Die Sportler des FSV Steudten haben zu ihrem Jubiläum etliche Auszeichnungen erhalten. Besonders die Freizeit-Fußballer sind sehr aktiv.

Von Robin Seidler
erschienen am 11.10.2017

Steudten. Auch wenn es der aktuelle Vereinsname nicht auf Anhieb verrät - den FSV 1990 Steudten gibt es inzwischen schon seit mehr als 40Jahren. Im September feierten die aktuell 35 Vereinsmitglieder ihren runden Geburtstag und schwelgten dabei in Erinnerungen. Kurz zu Gast im Ortsteil der Gemeinde Seelitz war auch der Präsident des Kreissportbundes Mittelsachsen, Volker Dietzmann. Er hatte für fünf Steudtener Ehrennadeln des Landessportbundes Sachsen im Gepäck.

Fußballer Michael Faust erhielt die Auszeichnung in Bronze. Silber gab es jeweils für Schatzmeisterin Bärbel Sittner, die Leiterin der Frauensportgruppe Christine Meinig, den jahrelangen stellvertretenden Vereinschef Wolfgang Bothen sowie für Fußball-Abteilungsleiter Kay Hauswald. Alle seien ganz erstaunt gewesen, "als plötzlich Volker Dietzmann in unsere gemütlichen Runde trat und uns die Auszeichnungen überreichte", erzählt Kay Hauswald schmunzelnd.

Der 46-Jährige ist praktisch seit den Anfangszeiten in Steudten am Ball. "1977 ist der Verein gegründet worden, damals aber noch als SG Muldental Steudten." Darum habe man kürzlich das40-jährige Bestehen feiern können. "Nach der Wiedervereinigung mussten wir uns allerdings als Verein neu gründen, darum steht inzwischen auch die Jahreszahl 1990 im Vereinsnamen", erklärt Hauswald.

Vor allem durch den Fußball sind die Steudtener bekannt geworden. "Wir haben aber nie auf dem Großfeld gespielt, sondern immer auf der kleineren Ausführung", sagt Hauswald, den das Fußball-Fieber erwischt habe, "als ich Balljunge war". Von 1984 bis 1989 spielte er dann im Nachwuchsbereich bei Motor Rochlitz, ehe er in das kleine Dorf am Fuße des Rochlitzer Bergs zurückkehrte. Dort erlebte er dann mehrere Pokalsiege und Meisterschaften in der Freizeitliga auf dem Kleinfeld mit.

Inzwischen steht Kay Hauswald allerdings nicht mehr auf dem Platz, sondern kümmert sich um die Organisation der Heimspiele. "Ursprünglich war die Kleinfeld-Liga ja für Ü 35-Spieler gedacht. Aber mittlerweile spielen auch immer mehr Jugendliche mit, und das Niveau kann sich durchaus sehen lassen", sagt Hauswald.

Inzwischen haben die Steudtener auch drei Flüchtlinge im Team. Maher Ibrahim, Mohamed Alzahkary und Rabi Saidi haben in dieser Saison jeweils fünf Tore geschossen. Saidi hat die Region allerdings wieder in Richtung Landshut verlassen. "Die beiden anderen halten zu uns. Einer kommt teilweise sogar mit dem Fahrrad aus Lunzenau zum Training", sagt Hauswald. Oft spielt auch Michael Faust den Taxifahrer für die Spieler. Unter anderem dafür wurde auch er geehrt.

Am Vereinsheim, das der Gemeinde gehört, wurden gerade erst kleine Renovierungsarbeiten an Türen und Fenstern vorgenommen. Unweit des Geländes trainiert zudem die Frauensportgruppe des FSV in der Turnhalle. Sie wird in den Wintermonaten auch von den Fußballern genutzt. "Einige Jahre hatten wir auch eine Volleyball-Abteilung, doch diese gibt es inzwischen nicht mehr", erklärt Kay Hauswald. Ziel sei es, den aktuellen Spiel- und Sportbetrieb im Dorf noch lange zu hochzuhalten.

Am vergangenen Wochenende hatte es allerdings nicht mit Punkten für den FSV 1990 geklappt. Gegen die TSG Einheit Kändler II verloren die Steudtener Kleinfeldfußballer mit 2:4. Maher Ibrahim und Neuzugang Max Rätzer, der aus der Rochlitzer A-Jugend kam, schossen die Tore für den FSV. In der aktuellen Tabelle liegt das Team mit 10 Punkten auf Rang 7 unter 12 Teams.

 
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