Spitzenreiter kämpft sich zurück

Der TSV Flöha hat gestern im Schlagerspiel der Fußball-Mittelsachsenliga beim SV Lichtenberg noch ein 3:3 erzielt. Zuvor schienen die Gastgeber klar auf der Siegerstraße.

Lichtenberg/Flöha.

Die 128 Zuschauer, die gestern das Fußballspiel zwischen dem SV Lichtenberg und dem TSV Flöha verfolgten, bekamen für ihr Eintrittsgeld sehr viel zu sehen. Es waren nicht nur die sechs Tore, die beim 3:3 (1:1) für Gesprächsstoff sorgten. Auch der Spielverlauf dürfte kaum jemanden kalt gelassen haben. Zudem zweifelten beide Trainer stark daran, dass der Schiedsrichter einen guten Tag erwischt hatte.

"Ich bin richtig satt. Meine Mannschaft hat die beste Leistung erbracht, seitdem ich die Verantwortung habe und den Tabellenführer über 90 Minuten klar beherrscht", sagte Lichtenbergs Trainer Manuel Kluge. "Das ist alles sehr, sehr ärgerlich." Sein Gegenüber Steffen Bergmann sprach von einem glücklichen Punktgewinn für seine Mannschaft. Da aber Langenau und Mittweida II ihre Spiele verloren, baute der TSV seine Tabellenführung durch das Remis sogar noch aus.

Nach einer halben Stunde war es Matthias Keller, der die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Doch dann hatte der Ligaprimus in der Abwehr reichlich zu tun. Der Ausgleich des SVL in der Nachspielzeit der ersten Hälfte war folgerichtig. "In der Pause habe ich mein Team noch gewarnt, aber es half nichts. Der Start in die zweite Halbzeit ging in die Hose", sagte Bergmann. Danny Kluge (48.) und Stephan Timmel (50.) brachten die Lichtenberger mit 3:1 in Front. Dann stieg der Blutdruck von Trainer Kluge in medizinisch bedenkliche Bereiche. Seine Elf traf mit einem satten Schuss die Lattenunterkante, der Ball schlug aus seiner Sicht deutlich hinter der Linie auf. "Alle habe es gesehen, nur einer auf dem Platz nicht. Das wäre das 4:1 und die Vorentscheidung gewesen", ärgerte sich der Lichtenberger Coach.

Dafür markierte der eingewechselte Johannes Möhring mit seiner ersten Ballberührung in der 65. Minute das 2:3 für Flöha. Der Ausgleich durch Matthias Keller vom Elfmeterpunkt sorgte elf Minuten vor dem Abpfiff endgültig dafür, dass die Partie eskalierte. "Dieser Elfer war eine absolute Frechheit, ich habe in dem Zweikampf überhaupt keine unfaire Attacke erkannt. Zudem kassierten wir völlig überzogen Gelb/Rot", schimpfte Kluge.

In den verbleibenden Minuten kam es immer wieder zu Unterbrechungen auf dem Feld, auch unter den Zuschauern blieb es nicht ruhig. "Über fünf Minuten Nachspielzeit hätten wir uns nicht beschweren können. Doch der Schiri pfiff pünktlich ab", sagte Steffen Bergmann.

"Ich habe einen riesengroßen Respekt vor den Leistung der Schiedsrichter. Aber heute sind wir durch die Spielleitung um den Lohn unserer Arbeit gebracht worden", sagte Manuel Kluge. Sein Team bleibt damit weiter auf Platz 4.

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