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Philipp Pentke in Aktion: Bei Zweitligist Jahn Regensburg ist er Stammtorwart und Führungsspieler.

Foto: imago sport

Sportlich und privater Höhenflug

Der ehemalige Publikumsliebling des CFC spielt seine erste Saison als Stammtorwart in der 2. Bundesliga. Nicht nur die hohe Trainingsbelastung lässt ihm keine Zeit für Besuche in der sächsischen Heimat.

Von Thomas Reibetanz
erschienen am 11.10.2017

Freiberg. Das kommende Frühjahr wird eine besondere Zeit für Philipp Pentke. Denn dann will der Torhüter von Zeitligist Jahn Regensburg nicht nur seine erste Saison als Stammspieler in der 2. Bundesliga erfolgreich abschließen. Auch im privaten Bereich stehen große Ereignisse an. "Wir erwarten im März ein Kind", sagt der 32-Jährige. "Deshalb wollte ich am spielfreien Wochenende auch bei meiner Freundin bleiben. Es war also keine Zeit für einen Besuch in der Heimat."

Heimat ist für Pentke seine Geburtsstadt Freiberg ebenso wie Chemnitz, wo er von 2009 bis 2015 beim CFC zwischen den Pfosten stand und zum Publikumsliebling wurde. "Hier leben meine Familie und meine Freunde. Der Kontakt ist natürlich immer noch sehr eng", sagt der Torhüter, der seit vier Jahren mit Maura Visser liiert ist. Die holländische Handball-Nationalspielerin hatte maßgeblichen Anteil daran, dass ihr Verein BBM Bietigheim in der vorigen Saison Deutscher Meister wurde. Und sie war ein Grund für Pentkes Entscheidung, nach dem Vertragsende beim CFC nach Regensburg zu wechseln. "Damit waren wir beide in Süddeutschland, die Entfernung nicht zu groß", sagt der gebürtige Sachse.

Über seine Zeit in Chemnitz verliert Pentke nur positive Worte. "Ich habe es sehr genossen, wir haben ja auch viel erreicht", sagt er. Über die für viele Fans überraschende Trennung - Pentkes Vertrag wurde 2015 nicht verlängert - will er nichts sagen. Die Antwort gab er ohnehin auf dem Platz. Gemeinsam mit fünf weiteren beim CFC ausgemusterten Profis (Pusch, Lais, Hofrath, Ziereis und Nandzik) gelang in Regensburg der Durchmarsch von der Regionalliga in die 2. Bundesliga. "Dass wir es geschafft haben, vor allem aber mit welchem Teamgeist - das war grandios", sagt Pentke. "Und für mich persönlich ist damit natürlich ein Traum in Erfüllung gegangen."

Denn Pentke stand bereits im Kader einer Bundesliga-Mannschaft, Einsatzzeiten bekam er aber nie. Nun aber ist er Stammkeeper in Liga zwei und genießt jede Minute auf dem Platz. "Wir können auch in dieser Liga Punkte holen, das haben wir schon bewiesen", sagt Pentke. Die nächsten sollen gegen Union Berlin und dann in Aue her. Obwohl seine Geburtsstadt Freiberg auch am Rand des Erzgebirges liegt, sei die Partie in Aue keinesfalls ein Nach-Hause-Kommen, so der Torhüter. "Mit meiner Dresdner und Chemnitzer Vergangenheit steht das außer Frage."

 
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