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Beim Tabellenführer richten sich die Blicke schon wieder nach vorn. Germania-Trainer Uwe Schneider (l.) ordnet die derzeit gute Ausgangssituation sachlich ein und weiß, dass es noch viel Arbeit gibt.

Foto: Falk Bernhardt

"Wir bleiben auf dem Teppich"

Fußball-Landesklasse: Mittweidas Trainer Uwe Schneider zieht trotz Tabellenführung eine durchwachsene Bilanz und rät zu ruhenden Bällen

erschienen am 06.12.2017

Mittweida. Durch den 2:1-Heimsieg im Gipfeltreffen gegen den BSC Freiberg überwintern die Landesklasse-Fußballer des SV Germania Mittweida mit fünf Punkten Vorsprung an der Spitze. Dennoch hat Trainer Uwe Schneider (57) Verbesserungsbedarf erkannt. Robin Seidler sprach mit ihm.

Freie Presse: Herr Schneider, nach Silvio Grötzschs Siegtor haben Sie ihren Kapitän besonders herzlich umarmt. Die Erleichterung schien groß zu sein.

Uwe Schneider: Silvio tut so eine Geste sicherlich gut. Er ist seit sieben Jahren an meiner Seite und musste auch viel Kritik von mir einstecken.

Die Freiberger haben die Spielweise Ihres Teams mit den langen Bällen kritisiert. Lag der Fokus klar auf der Defensive?

Natürlich. Wir wussten, dass der BSC die bessere Spielanlage hat. Wir haben unsere Stärken eher in anderen Bereichen, aber im Spiel am Samstag hatten wir meiner Meinung nach die besseren Chancen. Dass wir in der Schlussphase immer ein Tor erzielen können, wissen wir.

Ein später Treffer für Ihr Team ist ja in den Spielen im Herbst keine Seltenheit gewesen ...

Gegen viele Spitzenteams haben wir die Spiele in den Schlussminuten entschieden. Das ist sicherlich auch ein Grund für den Fünf-Punkte-Vorsprung. Allerdings können unsere Gegner auch einmal dieses Quäntchen Glück haben.

Ist die Situation mit dem komfortablen Polster eine neue für die Mannschaft?

Wir haben uns bei der Weihnachtsfeier über den 1. Platz gefreut, fassen den aktuellen Tabellenstand aber ganz ruhig auf.

Ist es möglich, dass es in Mittweida am Saisonende im Juni etwas zu feiern gibt?

Wir sind derzeit sehr stabil und schwer auszurechnen, da wir über die Teamleistung kommen. Bei den Torschützen sind wir nicht nur von einem oder zwei Spielern abhängig, sondern lösen es im Kollektiv. Die Jungs gehen mit mir durch dick und dünn, aber wir wollen sehen, wie die Rückrunde anläuft.

Ein möglicher Aufstieg in die Landesliga ist also kein Thema?

Diese Frage stellt sich derzeit überhaupt nicht. Nicht ein einziger aus unserem Umfeld in Mittweida hat mich darauf angesprochen. Wir bleiben auf dem Teppich.

Gibt es trotz der Tabellenführung Kritikpunkte Ihrerseits?

Es war dennoch eine durchwachsene Hinrunde. Besonders auswärts haben wir in Freiberg, in Gröditz und beim SV Wesenitztal drei grottenschlechte Spiele abgeliefert. Sonst haben wir immer nur ein solches Spiel dabei, doch in dieser Hinrunde kamen diese häufig vor. Eine weitere Ursache für die Niederlagen ist, dass viele Spieler bei wichtigen Spielen im Urlaub waren. Das kann man anders regeln. Ich wünsche mir, dass sich besonders die jungen Spieler ihren Urlaub nehmen, wenn wir keine Pflichtspiele haben.

Haben die Neuzugänge die Erwartungen erfüllt?

Definitiv. Zu unserem Torwart Nico Kaiser habe ich zur Weihnachtsfeier am Samstag gesagt, dass er nun bei uns angekommen ist. Gegen Freiberg hat er gemeinsam mit der Abwehr stabil gewirkt. Als Neuzugang muss ich zudem unseren Ersatztorwart Michael Schmidt zählen, der ja eigentlich schon aufgehört hatte. Er gibt Nico enorm viele Tipps - auch außerhalb des Trainings. Christian Kuhl hatte zu Saisonbeginn muskuläre Probleme, danach hat er für uns als offensiver Verteidiger wichtige Tore erzielt. Und auch Rick Borchardt hilft uns nach seiner Verletzung. Wir sind ein tolles Team, in dem Co-Trainer André Scholz, unser Physio Alex Bach und Mannschaftsleiter Marco Kipsch viele Aufgaben abseits des Platzes übernehmen.

Sind im Winter Neuzugänge geplant?

Nein. Ich denke, dass der Kader in dieser Form zusammenbleiben wird. Obwohl es kurzfristig natürlich Veränderungen geben kann.

Wie geht es für das Team weiter?

Unser Start in die Wintervorbereitung ist am 26. Januar. Bis dahin sollen die Jungs so wenig Fußball wie möglich spielen, sich aber beim regelmäßigen Joggen fit halten. Wenn es schneit, werde ich eventuell spontan zum Schneefußball einladen.

Nimmt Ihre Mannschaft an Hallenturnieren teil?

Da bin ich kein Freund davon. Bei unserem Sponsorenturnier im Januar werden sicherlich einige auflaufen. Das dürfen sie auch gerne.

 
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