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Hoppla: Im Hinspiel agierten der HC Elbflorenz um den Ex-Freiberger Alexander Matschos (l.) und die HSG, hier mit Nico Werner, lange auf Augenhöhe. Am Ende strauchelten die HSG-Dachse aber noch (29:31). Morgen kehrt der 1,96-m-Hüne Matschos an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Foto: SMC Marcel Schlenkrich

"Wir sind nur Außenseiter"

Handball-Oberliga: HSG Freiberg erwartet morgen HC Elbflorenz II - Wiedersehen mit Alexander Matschos

erschienen am 12.01.2018

Freiberg. Wenn morgen Abend, 20 Uhr, die Handballer des HC Elbflorenz II zum Rückrundenstart in der Mitteldeutschen Oberliga bei der HSG Freiberg in der Ernst-Grube-Halle auflaufen, kehrt ein Freiberger an seine alte Wirkungsstätte zurück. Vor 17 Jahren war Alexander Matschos (36) im HSG-Trikot in der damaligen Regionalliga auf Torejagd gegangen. Mit dem Rückraumspieler, der jetzt Spielertrainer beim HC Elbflorenz II ist, unterhielt sich Steffen Bauer.

Freie Presse: Hallo, Herr Matschos! Finden Sie nach so langer Zeit die Ernst-Grube-Halle überhaupt noch ohne Navi?

Alexander Matschos: Aber ja. Ich habe mir in den vergangenen Jahren immer wieder mal Spiele der HSG angeschaut. Außerdem wohnen meine Eltern und meine Schwester nach wie vor in Freiberg.

Können Sie sich noch an ihr letztes Spiel mit der HSG erinnern?

Genau nicht mehr. Aber wir haben in der Saison 1999/2000 in der Regionalliga Süd gespielt, dem Vorgänger der 3. Liga, sind am Ende jedoch leider abgestiegen. Es war als 19-Jähriger mein zweites Jahr im Männerbereich. Aufgrund einer Neustrukturierung im DHB mussten wir mindestens Achter werden, um drinzubleiben, haben das mit Platz 11 unter 16 Mannschaften aber knapp verpasst. Allerdings sind damals die vielen Querelen im Verein, vor allem um Trainer Juri Kidjaew, nicht gerade förderlich für die Mannschaft gewesen.

Die HSG stieg ab, bei Ihnen ging es ziemlich steil aufwärts.

Ich bin aus Freiberg zum Dessauer HV in die 2. Bundesliga Nord gewechselt und habe dort bis 2005 gespielt. Danach war ich ein Jahr in der 1. Schweizer Liga, bei St. Otmar St. Gallen. Wir haben auch im Europacup gespielt, unter anderem gegen Sandefjord aus Norwegen. Aus der Schweiz bin ich zum EHV Aue, wo ich fünf Jahre in der 2. Bundesliga und ein Jahr in der 3. Liga gespielt habe. Quasi mit dem Wiederaufstieg habe ich mich verabschiedet und bin mittlerweile seit fünf Jahren beim HC Elbflorenz in Dresden.

Wo die Erfolgsgeschichte nahtlos weiter ging ...

Ich denke dass wir hier in Dresden - in Sachen Handball lange ein Niemandsland - einiges erreicht haben. Der Verein ist mit knapp 60 Mitgliedern und drei Mannschaften gestartet, jetzt haben wir fast 300, zwölf Teams und eine supermoderne Sporthalle. Vor allem seit 2010, mit Präsident Uwe Saegeling, ging es kontinuierlich voran.

Vorläufiger Höhepunkt war natürlich der langersehnte Aufstieg in die 2. Bundesliga?

Natürlich. Das ist ein Meilenstein, auch für Dresden und den gesamten sächsischen Handball. Doch die Einweihung der neuen Sporthalle war ebenfalls ein Highlight. Das ist ein richtiger Handball-Tempel, der 2500 Zuschauer fasst. Wir haben hier absolut professionelle Bedingungen - mit Physiotherapie, Fitnessbereich, Schwimmhalle und Sauna.

Dieser Weg scheint beispielhaft.

Wir haben Schritt für Schritt eine Vision umgesetzt. In der 2. Liga haben wir im Schnitt 1800 Zuschauer - das ist für Dresden, wo Dynamo, Volleyball und Eishockey dominieren, nicht schlecht. Vor allem haben wir aber auch den Nachwuchs gefördert. In dieser Saison sind erstmals alle Altersklassen, von der A- bis in die F-Jugend, besetzt.

Und auch bei Ihnen und der "Zweiten" läuft es richtig rund.

Dass wir als Aufsteiger in der vierten Liga vorn mitmischen und nach der Hinrunde jetzt Vierter sind, ist klar als Erfolg zu werten. Wir wollen in diesem Team vor allem jungen Talenten eine Perspektive geben.

Sie sind als Trainer fest angestellt. Winkt Ihnen nun sogar ein "Rentenvertrag"?

Ich könnte mir sehr gut vorstellen länger zu bleiben. Vielleicht weniger zu spielen, dafür umso mehr mit den Talenten zu arbeiten. Ich hatte in Aue auch die B-Lizenz als Trainer erworben. Sein Hobby zum Beruf zu machen - das ist doch ideal.

Wie schätzen Sie die Chancen für das Rückspiel des HCE II bei der HSG Freiberg ein?

Im Hinspiel war es ein Duell auf Augenhöhe, in dem sich letztlich unsere Routine durchgesetzt hat. Immerhin sieben Akteure haben schon höherklassig gespielt. Diesmal sollte die HSG im Vorteil sein, vor allem weil wir etliche Verletzte haben und auch nicht auf die Spieler der ersten Mannschaft zurückgreifen können.

Hand aufs Herz - wird da wirklich niemand spielen? In der 2. Liga ist doch spielfrei?

Ja, aber alle sind festgespielt. Es ist eine schwierige Situation - wir sind morgen nur Außenseiter.

 
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