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Die Hainichener Schachspieler Detlev Büch, Ralf-Dieter Werl, Johannes Steffan und Steffen Ranft (v. l.) haben in der 1. Landesklasse bisher schon drei Punkte aus drei Spielen sammeln können. Am Wochenende hätte es fast zu mehr gereicht.

Foto: Falk Bernhardt

Zufriedenheit an den Brettern

Mit einem unerwarteten Remis haben die Schachspieler des SV Motor Hainichen einen Punkt gegen den Abstieg geholt. Allerdings war gegen die TuS Coswig II mehr möglich.

Von Robin Seidler
erschienen am 14.11.2017

Hainichen/Mittweida. Vor dem Spiel in der 1.Landesklasse der Schachspieler des SV Motor Hainichen gegen TuS Coswig II hätte Uwe Leichsnering ein Remis gegen diesen Gegner sofort unterschrieben. Am Ende ärgerte er sich, dass seine Mannschaft beim 4:4 nur einen Punkt gutgeschrieben bekam.

"Das trübt natürlich ein wenig die Freude über unsere Leistungen", sagt der Stammspieler in der ersten Mannschaft. "Leider habe ich selbst eine klare Gewinnstellung vergeigt, sodass meine Partie nur Remis endete", bedauert er. Zudem verlor Abdel Aziz seine völlig auf Remis stehende Partie, wodurch die Mannschaft einen weiteren halben Punkt, der zum Gesamtsieg gereicht hätte, verlor. Dennoch stehen die Motor-Männer nach einem Drittel der Saison mit drei Punkten im Kampf um den Klassenerhalt besser da als erhofft. "In den vergangenen Spielzeiten haben immer sechs Pluspunkte zum Klassenerhalt gereicht", sagt Leichsnering. Die halbe Miete habe seine Mannschaft damit schon auf dem Konto. Allerdings werde besonders das nächste Auswärtsspiel beim SV Bannewitz noch einmal wichtig, so Leichsnering.

Wichtig sei vor allem auch, dass sich im Hainichener Lager die Personalsituation entspannt hat. Obwohl mit Christian Elliger, Jan Friedrich und Marek Uhlemann drei Stammspieler aus beruflichen Gründen am Wochenende nicht mitwirken konnten, mussten die Motor-Herren kein Brett unbesetzt lassen. "Zudem spielen Steffen Ranft, Detlef Büch, Norbert Molzahn und Abdel Aziz bisher eine sehr gute Saison", lobt Leichsnering seine Mannschaftskollegen. Ranft holte bisher 2,5 seiner drei möglichen Punkte und verlor damit keine Partie.

Am kleinen Hainichener Aufschwung hat auch die zweite Mannschaft in der 2. Bezirksklasse ihren Anteil. Sie steht nach dem 4,5:3,5-Auswärtssieg beim SV Marienberg nun an der Tabellenspitze. "Das hätten wir so nicht gedacht", freut sich Leichsnering. Am kommenden Spieltag kommt es damit zum Spitzenduell gegen den Zweiten SK Geringswalde.

Die Geringswalder bleiben ihrerseits nach ihrem zweiten Punktspiel in der Erfolgsspur. Mit einem 5:3-Sieg setzte sich der Klub gegen die zweite Mannschaft von Lok Döbeln im Eilzugtempo durch. Das Duell gegen die Döbelner war bereits nach drei Stunden entschieden. Dabei verloren die Geringswalder keine einzige Partie. Allerdings blieb bei beiden Teams wegen Spielermangel je ein Brett unbesetzt. Die entscheidenden Siege holten für Geringswalde Lukas Ninnemann und Klubleiter Achim Stephan. Alle weiteren Partien endeten unentschieden.

In der Bezirksliga waren die regionalen Denksportler ebenfalls erfolgreich. Der SV Frankenberg kletterte nach dem 4,5:3,5-Auswärtssieg im mittelsächsischen Duell beim TV Freiberg sogar an die Tabellenspitze. Dabei profitierten die Frankenberger nicht nur davon, dass die Freiberger ein Brett nicht besetzen konnten, sondern auch vom 5,5:2,5-Heimsieg des TSV Fortschritt Mittweida gegen den bisherigen Tabellenführer Burgstädter TSV. Mittweida ist nun Achter. (mit ulei/un/reda)

 
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