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Zuletzt traf der VfB Auerbach im Sachsenpokalwettbewerb im April 2014 auf den Chemnitzer FC - das Foto entstand beim Einmarsch der Mannschaften. Das damalige Halbfinalspiel verlor der VfB vor 1400 Zuschauern 0:3. Nun gibt es im Achtelfinale eine Neuauflage.

Foto: Joachim Thoß

Berliner Serie macht Auerbachern Mut

Bei aller Freude über das Losglück im Sachsenpokal - der derzeit schwierige Alltag in der Fußball- Regionalliga hat beim VfB Priorität. Die Hoffnungen auf ein morgiges Erfolgserlebnis sind groß.

Von Marcus Schädlich
erschienen am 13.10.2017

Auerbach. Wenn morgen, 13.30 Uhr, die Auerbacher gegen Hertha BSC II auf den Rasen des VfB-Stadions laufen, dann stehen 22 Spieler auf dem Platz, die voller Hoffnung sind. Denn etwas anderes hilft beiden Teams an diesem Samstag nicht weiter: Auerbach hofft, mit einem Erfolg gegen den Lieblingsgegner aus Berlin endlich den Schritt aus der roten Zone der Regionalliga zu machen. Die Auerbacher bauen auf die Fortsetzung einer beinahe einmaligen Serie: Der VfB verließ die Heimspiele gegen Hertha BSC II stets als Sieger. Den Berlinern ist bislang nicht einmal ein Tor im VfB-Stadion gelungen.

Die Hertha-Bubis wiederum wollen unbedingt diese miserable Serie stoppen. Andernfalls droht dem Bundesliga-Nachwuchs ein ebenso heißer Herbst wie ihn Auerbach bereits hat. Denn auch Hertha kann mit dem Saisonverlauf nicht zufrieden sein. Mit zwölf Punkten liegen die Blau-Weißen nur zwei Plätze, aber schon vier Zähler vor dem VfB. Allerdings: Die Berliner U 23, die vor der Saison den obligatorischen Umbruch einer zweiten Mannschaft erleben musste, scheint sich nach holprigem Start gefunden zu haben. Aus den vergangenen beiden Spielen holten sie zwei Siege. In Auerbach ist der Respekt vor dem gut ausgebildeten Nachwuchs hoch. "Die Berliner leisten seit vielen Jahren eine hervorragende Nachwuchsarbeit", lobt VfB-Coach Michael Hiemisch. "In der Ausbildung steht die spielerische Linie im Vordergrund", sagt er. Er erwartet einen technisch starken Gegner, der schnell, intelligent und mit hoher Spielgeschwindigkeit agiere werde.

Angesichts der beeindruckenden Heimbilanz (fünf Siege, 16:0 Tore) scheint Auerbach stets die richtige Antwort parat zu haben. Hiemisch weiß, wie sein Team zurück in die Erfolgsspur kommen soll: "Wir können unsere Aufgaben nur durch Kompaktheit lösen." Das betrifft insbesondere das Defensivverhalten: "Lange Zeit ging es gut, aber zuletzt haben wir zu viele Tore kassiert. Wir müssen aktiv verteidigen und bereit sein, lange Wege zu gehen. Wir müssen präziser, ruhiger und konzentrierter spielen."

Zustimmung erhält er von Stefan Schmidt. Der VfB-Keeper hat die Fehler der Abwehr am besten im Blick. "Wir wollen den Fans ein gutes Spiel bieten und uns mit drei Punkten belohnen." Das Problem dabei: Auerbach darf nicht in den "Das klappt schon"-Modus verfallen. Schmidt betont: "Wir müssen in einem Punktspiel endlich das auf den Platz bringen, was wir können."

Allerdings war das Vertrauen in die eigenen Stärke oftmals auch die Krux. Der Nebenmann verließ sich darauf, dass der Mitspieler schon die nötige Qualität besitzt, um alles zum Guten zu wenden. Nur: Es passierte nicht. Gegen Hertha kommt ein weiteres Element hinzu: das trügerische Vertrauen darauf, dass die Serie schon irgendwie hält. Vielleicht lohnt sich beim VfB die Erinnerung. Das erste Spiel in der Amtszeit von Michael Hiemisch gewann Auerbach im März 2015 -- mit dem Rücken zur Wand - 2:0. Der Gegner damals: Hertha BSC II.

Bitter wiegt beim VfB der Ausfall von Kapitän Philipp Kötzsch. Der Mittelfeldmann musste vor zwei Wochen beim Auswärtsspiel beim Berliner AK verletzt raus. Die Leistenverletzung ist seitdem nicht ausgeheilt. Voraussichtlich kann er morgen nicht spielen. Ebenso fallen Philipp Müller, André Herold, Felix Lietz und Luca Jung aus.

 
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