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Stefanie Wild am Schießstand beim Verfolgungswettkampf in Notschrei in Baden-Württemberg, wo es um Punkte für den Deutschlandpokal ging. Mit Platz 10 war die Vogtländerin dort nicht zufrieden.

Foto: Kevin Voigt

Der Schritt nach Altenberg erforderte nicht viel Bedenkzeit

Stefanie Wild aus Oberzwota ist eine der wenigen Vogtländer, die Biathlon betreiben. Ihr sportlicher Weg begann in Schöneck.

Von Anika Heber
erschienen am 13.01.2018

Oberzwota/Altenberg. 2018 wird für Stefanie Wild ein ganz wichtiges Jahr. Zum einen stehen im Frühjahr die Abiturprüfungen für die junge Frau aus Oberzwota an. Und zum anderen will sie in den nächsten Wochen hart dafür arbeiten, weiter als Biathletin leistungssportlich unterwegs zu sein. "Wenn man C-Kader ist, dann stehen einem zum Beispiel nach dem Schulabschluss alle Türen offen. Aktuell bin ich D4-Kader. Wie es für mich im Sommer weitergeht, die Entscheidung fällt erst im April", erzählt die 18-jährige Vogtländerin.

Seit 2013 hat sie sich dem Biathlon verschrieben. Als kleines Kind begann Stefanie Wild bei ihrem Heimatverein VfB Schöneck zunächst als Alpine und Langläuferin, konzentrierte sich dann aber auf den Langlauf. "Es war zeitlich nicht möglich, beide Sportarten zu trainieren. Und es kam auch zu Überschneidungen bei den Wettkampfterminen", sagt Mutter Petra Wild. Schule und Sport konnte ihre Tochter ab 2011 am Gymnasium in Klingenthal für zwei Jahre gut vereinbaren, 2013 folgte schließlich der Wechsel zum Biathlon und nach Altenberg. Eine Entscheidung, die ihr nicht schwer fiel. "Ich hätte sowieso nur noch ein Jahr in Klingenthal bleiben können und als Langläuferin dann nach Oberwiesenthal wechseln müssen, um weiter Leistungssport zu betreiben. Biathlon fand ich schon immer cool, und es sah interessant aus", erzählt Stefanie Wild.

Die neue Sportart sei ihr nur im ersten Jahr schwer gefallen, als noch mit Luftgewehr geschossen wurde. Doch mit 14 wechseln die Biathleten zur Kleinkaliberwaffe, sodass Jeder von vorn beginnen muss, das Schießen damit zu erlernen. Bei der Frage, ob ihr der Liegend- oder Stehendanschlag besser liegt, muss die 18-Jährige eine Weile überlegen. Anspruchsvoll sei auf jeden Fall beides. "Aber ich schieße lieber stehend. Da merke ich die Fehler besser", sagt sie schließlich. Dass ihr die nicht zu häufig passieren, zeigen die Ergebnisse. In der vergangenen Saison gewann sie unter anderem den Sprint beim Alpencup - dem höchstklassigen Wettkampf in ihrem Altersbereich - in Martell in Südtirol und sie wurde Dritte bei der Deutschen Jugendmeisterschaft im Sprint. In der Gesamtwertung des Deutschlandpokals stand Rang 13 zu Buche. Ähnlich gut läuft es aktuell. Im Dezember belegte Stefanie Wild beim Alpencup in Martell Platz 1 im Super-Einzel und Rang 3 im Sprint.

Gerade beim ersten Rennen konnte sie sich am Schießstand auszeichnen. "Da standen 5 Kilometer Laufen und dabei viermal Schießen auf dem Programm. Für jeden Fehler gab es 15 Strafsekunden, da kann man bei der kurzen Strecke wenig aufholen", sagt die 18-Jährige. Sie selbst verfehlte nur beim letzten Schießen eine Scheibe und lag am Ende ganz vorn im Feld der 54 Starterinnen. Beim Deutschlandpokal vor einer Woche in Notschrei war die Vogtländerin mit ihren Schießleistungen unzufriedener, dort wurde sie zweimal Zehnte. Dieses Wochenende ist Stefanie Wild in Hochfilzen im Einsatz, am Dienstag folgt ein Wettkampf vor ungewöhnlicher Kulisse. Am Elbufer in Dresden, wo jetzt der Langlauf-Weltcup stattfindet, bestreiten die Nachwuchsbiathleten aus Altenberg einen Mixed-Staffelwettbewerb. "Statt mit echten Gewehren schießen wir mit Lasergewehren", sagt Wild.

 
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