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Einheit-Kapitän Marc Multhauf (rechts) kann morgen nicht ins Geschehen eingreifen. Er ist für das Spiel gegen Köthen gesperrt.

Foto: Oliver Orgs

Kein Druck für Handballer

Sowohl der HC Einheit als auch der SV 04 Oberlosa sind am Wochenende in ihren Partien klarer Außenseiter. Eine Niederlage wäre aber für ein Team besser zu verkraften.

Von Rainer Taubald und Karsten repert
erschienen am 12.01.2018

HC Einheit Plauen - HG Köthen. Dass die Heimbilanz des HC Einheit Plauen - seit dem 16. September hat die Mannschaft in eigener Halle nicht mehr gewonnen - ausgerechnet morgen aufgebessert wird, das wird ein schweres Stück Arbeit für das Team von Trainer Rüdiger Bones. Zum Rückrundenstart empfängt der Tabellenelfte (11:13 Punkte) um 16 Uhr den Zweiten aus Köthen (21:5).

Die Gastgeber gehen als klarer Außenseiter in die Partie. "Köthen ist ein Spitzenteam der Liga. Aber wir haben eine Bringschuld. Wir müssen deutlich effektiver im Angriff und körperlich robuster in der Abwehr agieren. Nur auf das Spiel des Gegners reagieren, wird nicht reichen. Leider hat uns Multhauf mit der Spielsperre einen Bärendienst erwiesen", sagt Rüdiger Bones. Der Einheit-Kapitän hatte am Wochenende gegen Halle nach einer strittigen gelben Karte, weil er mit dem Bein zum Ball gegangen sein soll, seinen Unmut gegenüber den Schiedsrichtern kundgetan. Es folgten die rote und die blaue Karte, der Abgang auf die Tribüne sowie eine noch nicht verhandelte Spielsperren. Das Heimspiel gegen Halle und die 22:27-Niederlage ärgern Bones immer noch: "Es ist unverständlich, wie unkonzentriert wir nach vorn spielten und klare Chancen nicht nutzten. In der Defensive waren wir körperlich nicht präsent. Keiner hat Verantwortung übernommen und mit breiter Brust agiert. Überrascht hat mich, dass das Publikum da so ruhig blieb."

Der Tabellenzweite Köthen büßte am Sonntag beim 22:22 gegen Pirna erstmals zu Hause einen Punkt ein. Trotz drei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Leipzig hat die Mannschaft auf Sachsen-Anhalt noch alle Chancen auf den Titel. Zumal das Team von Trainer Svajunas Kairis Leipzig noch in eigener Halle empfängt. Einheit hingegen könnte bei einer Niederlage weiter Boden im Kampf um den Klassenverbleib verlieren.

SG LVB Leipzig - SV 04 Oberlosa. Der SV 04 Oberlosa (3. Platz/ 15:11 Punkte) bereitet sich auf das einfachste Spiel des Jahres vor. Am Sonntag treten die Plauener Oberliga-Handballer ab 15 Uhr beim Spitzenreiter SG LVB Leipzig (24:2) an. Die Vogtländer laufen beim aktuellen Tabellenführer als klarer Außenseiter auf. SV-Manager Rico Michel kennt das Vorhaben der Leipziger: "Der Gastgeber peilt mit großer Unterstützung seines Kooperationspartners SC DHfK die sofortige Rückkehr in die 3. Bundesliga an."

Ohne Blessuren kam die Leipziger Übermacht mit U-19-Nationalspieler Oliver Seidler nicht durch die Hinrunde. Gegen Verfolger Köthen verlor die SG LVB zu Hause 21:22. Auch deshalb muss das Team unbedingt das Heimspiel gegen Oberlosa gewinnen, damit der Verfolger nicht aufschließen kann. Ganz chancenlos sind die Gäste aus Plauen sicher nicht. SV-Keeper Carsten Klaus erinnert sich an das Hinspiel: "Wir hatten die Leipziger an den Rand einer Niederlage gedrängt, konnten aber nicht genug Tore werfen." Am Ende hieß es aus Oberlosaer Sicht 17:19. Trainer Petr Hazl glaubt, "dass wir uns seit diesem Spiel gut entwickelt haben. Gerade in den Auswärtspartien haben wir eine positiv Tendenz." Der SV 04 Oberlosa wird angesichts der Auswärtsbilanz von 10:4 Punkten inzwischen gefürchtet. Und als Tabellendritter können die Plauener in Leipzig ohnehin ganz befreit aufspielen. Personell bleibt alles wie gehabt. Es fehlen die Langzeitverletzten Max Flämig und Sebastian Duschek. Auch Jakub Kolomaznik muss verletzt passen.

 
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