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Anastasia Herbst (links) kehrte mit Gold und Silber aus Coral Springs in Florida zurück, Antonia Zimmer krönte ihren Weltcupauftritt mit einer Bronzemedaille.

Foto: TC Nemo Plauen

Nemo-Nixen fischen beim Weltcup Gold, Silber und Bronze

Die jungen Plauenerinnen Anastasia Herbst und Antonia Zimmer glänzten bei der Wettkampfpremiere in den USA. Sie empfahlen sich damit für weitere Aufgaben in der deutschen Auswahl.

Von Falko Greim
erschienen am 16.05.2018

Coral Springs. Für die Flossenschwimmerinnen Anastasia Herbst, Antonia Zimmer und Julia Prochaska vom Tauchclub Nemo Plauen hat sich am Wochenende der Traum von einem Start bei der vierten Wettkampfstation der diesjährigen Weltcupserie im Finswimming in den USA erfüllt. Die drei jungen Sportlerinnen krönten ihn mit einem kompletten Medaillensatz.

Es war das erste Mal, das der Welttauchsportverband CMAS einen Weltcup in die Vereinigten Staaten vergeben hat. Um so mehr durfte man also gespannt sein, was Organisatoren und Sportler bei diesem Großereignis abliefern würden. Nemo-Trainer Frank Hannich zeigte sich schon im Vorfeld überzeugt, dass für seine Sportlerinnen Medaillen im Bereich des Möglichen lägen. In Coral Springs in Florida waren Julia Prochaska, Antonia Zimmer und Anastasia Herbst bei karibischen 30Grad im knapp 200 Sportler großen Starterfeld gefordert.

Bereits am Samstagmorgen hatten die drei Teenager über 50 Meter Apnoetauchen ihren ersten großen Auftritt. Sie belegten in der Reihenfolge Zimmer, Herbst, Prochaska die Ränge 4 bis 6 und verfehlten das Podest nur knapp. Später machte es die 16-jährige Anastasia Herbst noch besser und holte über 200 Meter Flossenschwimmen Silber. Gleichzeitig verbesserte sie sich um eine Sekunde auf 1:38,23, was die Normzeit für die Europameisterschaft bedeutete. Es sollte nicht die letzte Medaille bei diesem Weltcup bleiben. Julia Prochaska schlug auf der gleichen Strecke in persönlicher Bestzeit an und wurde Achte.

Am zweiten Wettkampftag, der wegen unwetterartiger Regenfälle mehrfach unterbrochen werden musste, machten Zimmer, Herbst und Prochaska dort weiter, wo sie am ersten Tag aufhörten. Über 100 Meter Flossenschwimmen erreichten die Plauenerinnen wiederum Plätze unter den ersten Zehn. Dann folgten die großen Auftritte von Anastasia Herbst über 400 Meter und von Antonia Zimmer über 50 Meter Flossenschwimmen. Herbst deklassierte die Konkurrenz regelrecht in ihrem Rennen und holte sich Gold mit knapp sechs Sekunden Vorsprung in erneuter EM-Normzeit von 3:34,41 Minuten.

Die 16-jährige Antonia Zimmer sorgte im abschließenden Wettbewerb für das i-Tüpfelchen. In 19,88 Sekunden holte sie Bronze, musste sich nur zwei Athletinnen aus Kolumbien geschlagen geben. Da Zimmer schon bei früheren Wettkämpfen die Normzeit erreichte, sind beide Plauener Nachwuchsflossenschwimmerinnen für das Nationalteam qualifiziert. Prochaska wurde Sechste.

Schier unendlich war die Freude im Plauener Lager. Trainer Frank Hannich zeigte sich mehr als zufrieden: "Über den gesamten Wettkampf hinweg zeigten alle Drei, dass sie in der Weltspitze erfolgreich mitschwimmen können. Fast alle Rennen wurden mit persönlichen Bestleistungen und durchweg mit Platzierungen unter den ersten Zehn abgeschlossen. Das lässt uns auch in Zukunft auf Erfolge in internationalen Vergleichen hoffen." Am Ende belegte der Tauchclub Nemo Plauen mit nur drei Startern Platz 8 unter 28angetretenen Teams in der Gesamtwertung bei diesem ersten Weltcup in den USA.

 
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