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Max Poschart, Malte Striegler, Robert Golenia und Sidney Zeuner (von links) strahlen bei der Siegerehrung in Leipzig um die Wette. Zum dritten Mal in Folge haben sie beim Weltcup die Staffel über viermal 100 Meter Flossenschwimmen gewonnen, das dritte Mal in Folge mit deutschem Rekord.

Foto: Falko Greim

Nemo-Staffel krönt den Weltcup-Auftritt

Dritter Sieg in Folge beim dritten Aufeinandertreffen der Weltelite, und das zum dritten Mal mit deutschem Rekord - die Plauener Flossenschwimmer haben am Wochenende in Leipzig fantastisch aufgetrumpft. Und sie sind noch lange nicht satt.

Von Falko Greim
erschienen am 17.04.2018

Leipzig/Plauen. Es ist vollbracht, die Sensation perfekt. Der Zweite Vorstand des Tauchclubs (TC) Nemo Plauen, Steffen Seidel, fand dafür nur ein Wort: "Wahnsinn!" Doch der Reihe nach. Gleich neun Athleten des Vereins schwammen am Wochenende beim Finswimming "Heim"-Weltcup in Leipzig erfolgreich um die Medaillen mit und knüpften dabei überzeugend an die Erfolge der beiden vorangegangen Weltcups im ungarischen Eger und im italienischen Lignano an. In dem mit über 400 Flossenschwimmern aus 22 Nationen sehr gut besetzten internationalen Wettkampf, wussten die Plauener Flossenschwimmer mit insgesamt dreimal Gold, viermal Silber und viermal Bronze zu überzeugen. Sie belegten in der Gesamtwertung einen hervorragenden dritten Platz.

Bereits am Samstag, dem ersten Wettkampftag, ließ Malte Striegler die Konkurrenz über 50 Meter Apnoe-Tauchen schlecht aussehen und holte sich gleich zum Auftakt Gold. Auch Sidney Zeuner und die erst 15-jährige Antonia Zimmer konnten mit Platz 5 in ihren Läufen überzeugen. Zimmer erfüllte zudem auf dieser Strecke die Norm für die Junioren-Nationalmannschaft.

Im Wettbewerb über 800 Meter Flossenschwimmen war es dann Elena Poschart, die mit Silber glänzte. Ihrem 18-jährigen Mannschaftskameraden Robert Golenia, der seine erste Saison bei den Männern bestreitet, gelang es, sich bei seinem dritten Weltcupauftritt über die gleiche Strecke mit Platz 7 unter die Top Ten zu schieben, und das in persönlicher Bestzeit von 7:06,19 Minuten.

Mit Vereinsrekord über 200 Meter Flossenschwimmen näherte sich Anastasia Herbst schon mal der Europameisterschaftsnorm an. "Mir fehlen noch drei Zehntelsekunden, und die hole ich in den nächsten Rennen", kündigte sie selbstbewusst an. Elena und Max Poschart machten es in ihren Rennen noch besser und holten jeweils Bronze und Silber. Erneut mit Platz 7 schloss Robert Golenia seine 200 Meter ab. Völlig überraschend hingegen tauchte Sidney Zeuner über 100 Meter auf den dritten Platz. "Auch wenn ich mit meiner Zeit nicht ganz zufrieden bin, Bronze in einer Einzeldisziplin bei einem Weltcup ist schon toll", freute sich Zeuner.

Am Sonntag knüpfte das Plauener Erfolgsteam dann nahtlos dort an, wo es am Vortag aufgehört hatte. Medaillen, persönliche Bestleistungen sowie Platzierungen unter den ersten Zehn gingen weiter auf das Konto der Nemo-Athleten. So schloss Elena Poschart über 400 Meter Flossenschwimmen ihre Einzelwettkämpfe mit einer Goldmedaille ab, und Robert Golenia schlug als bester Deutscher in persönlicher Bestzeit als Fünfter an. Auch Anastasia Herbst, die als Sechste über 400Meter ins Ziel kam, freute sich riesig. Für Striegler und Max Poschart reichte es dann über 50 und 100 Meter Flossenschwimmen jeweils noch einmal zu Silber und Bronze. Auch mit den Leistungen von Julia Prochaska und Marius Waletzko, die Platzierungen unter den besten 20 erreichten, zeigte sich Nemo-Trainer Frank Hannich zufrieden. "Für die Beiden ist es in erster Linie wichtig, Erfahrungen zu sammeln", sagte der Coach.

Am Ende standen noch die Staffelrennen über viermal 100 Meter Flossenschwimmen auf dem Programm. Während die Frauen des Plauener Tauchclubs mit Vereinsrekord in 3:04,01 Minuten den fünften Platz erreichten, sorgten die Männer in der Reihenfolge Zeuner, Golenia, Poschart und Striegler für einen Paukenschlag zum Abschluss dieses Weltcupwochenendes. Unter dem Jubel der zahlreichen Zuschauer gelang dem Quartett der dritte Weltcupsieg in Folge. Und das mit deutschen Vereinsrekord von 2:24,13 Minuten. Schon zuvor in Ungarn und Italien hatte die Staffel den Rekord verbessert.

"Es lief perfekt", sagte Malte Striegler, der wohl derzeit in der Form seines Lebens ist. Auch gab der Plauener gleich nach diesem Erfolg die neue Zielstellung aus. "Wir wollen eine Zeit unter 2:24 erreichen." Und das soll den Plauenern, wenn es nach Striegler geht, bei den Deutschen Meisterschaften im Juni in Brandenburg gelingen. Mitte Mai wird die vierte Runde des Weltcups in Coral Springs im US-Bundesstaat Florida ausgetragen. Die Vogtländer werden dort mit einem ausschließlich weiblichen Team an den Start gehen.

 
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