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Der Ü-45-Pokalsieger SV Bobenneukirchen: hinten von links Frieder Schwab, Steffen Reichelt, Frank Valentin, Pokal-Sponsor Dieter Gemeiner sowie vorn von links Ingo Meinel und Ronny Vorberger.

Foto: Rainer Taubald

SV Bobenneukirchen überrascht alle

Beim Hallenpokal der Ü-45-Fußballer gewann das kleinste Team die Endrunde. Der Seriensieger hatte das Nachsehen.

Von Rainer Taubald
erschienen am 13.02.2018

Plauen. Der als Außenseiter gehandelte SV Bobenneukirchen hat am Sonntag das Hallenpokalturnier des Vogtländischen Fußball-Verbandes für über 45-jährige Senioren um den Malermeister-Sven-Gemeiner-Cup gewonnen. Insgesamt neun Mannschaften hatten sich an der Endrunde in der Sporthalle an der Plauener Wieprechtstraße beteiligt. Allerdings verfolgten nur 46 Zuschauer das Oldie-Spektakel - der zeitgleich stattfindende große Karnevalsumzug in Plauen wirkte sich da ganz sicher nachteilig aus. Die Spielgemeinschaft VFC Reichenbach/Rotschau war trotz Meldung nicht angetreten.

Bobenneukirchen gewann das Endspiel 1:0 gegen den Seriensieger SV Merkur Oelsnitz. Dritter wurde der FSV Bau Weischlitz nach einem 5:2 im kleinen Finale gegen Vorjahressieger Nord/Lok Plauen. Auf den weiteren Plätzen folgten Zobes/ Großfriesen, SG Unterlosa, SV Theuma, Adorf/Bad Elster und 1. FC Ranch Plauen. Kay Hertwig (Unterlosa) wurde mit fünf Treffern bester Torschütze, Frieder Schwab (Bobenneukirchen) bester Spieler und Holger Dörks (Oelsnitz) bester Torhüter.

Der Erfolg von Bobenneukirchen ist ein Novum. Noch nie gewann ein Oldie-Team ohne Wechselspieler ein Hallenturnier des Kreisverbandes. Torhüter Ingo Meinel sowie Frieder Schwab, Steffen Reichelt, Ronny Vorberger und Frank Valentin schafften somit Einzigartiges. Frieder Schwab: "Wir wussten um unsere Personalnot, wollten aber mit einer Absage nicht den Turnierplan gefährden. Unser Ziel war, nicht unterzugehen. Das hat geklappt." Ronny Vorberger scherzte: "Der große Vorteil unserer leeren Ersatzbank war, dass keine Wechselfehler möglich waren." Und Ingo Meinel mahnte: "Vergesst im Beitrag unsere fünf Kopfballtore nicht!" Das war ein weiteres Novum bei den Oldie-Endrunden.

In der Gruppe A dominierte mit vier Siegen die Spielgemeinschaft Nord/Lok Plauen (12 Punkte) vor Weischlitz (9). Die Gruppe B gewann dank des besseren Torverhältnisses Bobenneukirchen vor Merkur Oelsnitz (beide 10).

Im ersten Halbfinale traf Pilz für Merkur Oelsnitz zeitig zum 1:0. Der überragende Torhüter Dörks sicherte danach Merkur gegen das spielerisch hoch überlegene Team von Nord/Lok Plauen den Sieg. Das ausgeglichene zweite Halbfinale Weischlitz gegen Bobenneukirchen endete trotz Chancenvorteilen für den FSV Bau 0:0. Im Neunmeterschießen war der spätere Turniersieger nervenstärker. Nach Treffern von Lorenz (2), Schaller, Köhler und Kohl bei Gegentoren von Meggl und Brückner gewann Weischlitz Bronze gegen Nord/Lok Plauen. Reichelt traf im Endspiel für Bobenneukirchen zum 1:0. Das SV-Abwehrbollwerk mit Torhüter Meinel und auch etwas Glück verhinderten den Ausgleich für Merkur.

 
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