Über Südafrika zur EM in Berlin

Kristina und Sebastian Hendel vom LAV Reichenbach sind von einem dreiwöchigen Trainingslager zurückgekehrt. Die erste Standortbestimmung gibt es heute Abend in Erfurt.

Reichenbach.

Neue Pfade sollen dem Reichenbacher Läufer-Ehepaar den Weg zur Europameisterschaft im August in Berlin ebnen: Kristina und Sebastian Hendel haben im Januar erstmals ein dreiwöchiges Höhentrainingslager in Südafrika absolviert. In Dullstroom, das etwa 200 Kilometer nordöstlich von Johannesburg liegt, standen täglich zwei Trainingseinheiten und in der Woche bis zu 120 Kilometer für sie und 150 für ihn auf dem Plan.

Die beiden Lauf-Asse des LAV Reichenbach hatten sich dem Trainingslager des Deutschen Leichtathletikverbandes angeschlossen, um sich optimal auf die Saison vorbereiten zu können. Sie fanden nicht nur angenehme klimatische Bedingungen mit Temperaturen von 20 bis 25 Grad vor, sondern nutzten auch den besonderen Trainingseffekt in gut 2000 m Höhe. Nicht umsonst gehörte zur Trainingsgruppe um Bundestrainer André Höhne mit Antje Möldner-Schmidt (LC Cottbus) auch die Europameisterin im 3000-m-Hindernislauf von 2014.

"Wir haben vor allem im Grundausdauerbereich trainiert. Die Tempoläufe mit höheren Geschwindigkeiten folgen dann im Frühjahr", erzählt Sebastian Hendel. Während er aufgrund eines langwierigen Infektes im Dezember die Hallensaison auslässt, läuft seine Frau heute Abend beim Hallenmeeting in Erfurt. Dazu kommt unter Umständen ein Start bei den Meisterschaften in ihrer Heimat Kroatien.

Bei der EM im August möchte die 21-Jährige im 3000-m-Hindernislauf antreten. Sebastian Hendel hat sich noch nicht endgültig auf eine Distanz festgelegt. "Ich denke, dass die Norm sowohl über 5000 m als auch über 10.000 m zu schaffen ist", sagt der 22-jährige Student, der gerade mitten in den Prüfungen steckt. Er plant einige Straßenläufe, ehe Ende April/Anfang Mai die ersten Rennen auf der Bahn anstehen.

Die Kosten für das Trainingslager in Südafrika hatten die Hendels zum größten Teil selbst zu stemmen. Es wäre daher für das junge Sportlerpaar ohne die Unterstützung von Sponsoren aus der Region nicht realisierbar gewesen. Als aufregende Zeit erwiesen sich die drei Wochen in Dullstroom nicht zuletzt auch für ihren einjährigen Sohn Jonathan. Und das nicht nur, weil er in Südafrika Backenzähne bekam. (usö/tyg)

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