Unterpirk feiert seinen Meister

Der 17-jährige Nils Buschner vom KSV Pausa hat am Wochenende die Deutschen Titelkämpfe im Ringen bei den Kadetten gewonnen.

Unterpirk.

Einen herzlichen Empfang haben Vereinsmitglieder des KSV Pausa am Sonntagabend ihrem frischgebackenen Deutschen Kadettenmeister Nils Buschner an seinem Elternhaus in Unterpirk bereitet. Der 17-jährige KSV-Ringer hatte am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften der 16- und 17-jährigen Nachwuchsringer in Nieder-Liebersbach (Hessen) mit fünf Siegen die Goldmedaille erkämpft. Das ist auch ein Lohn für die Nachwuchsarbeit der Pausaer.

In seinem ersten Kampf bezwang er Marius Megier (SV Weißwasser) aus der sächsischen Delegation mit 2:0 Punkten. Im zweiten Duell traf der Sportschüler, der in Chemnitz bei Carsten Einhorn trainiert, auf Chris Militzer, der in Pausa das Ringen erlernte, mittlerweile jedoch für den RC Germania Potsdam kämpft. Gegen den ehemaligen Vereinskameraden, der am Ende den fünften Platz in der mit 21 Teilnehmern besetzten Gewichtsklasse belegte, gewann Nils Buschner mit 4:2 Punkten.

Mit weiteren Erfolgen über Ilja Krivoplijas (RG Lahr) und Mathis Jochum (ASV Hüttigweiler) kämpfte sich Nils Buschner ins Finale. Dort stand er Alexander Kromm vom KSK Neuss gegenüber, den er nach klarer Führung schulterte. Riesengroßer Jubel im sächsischen Team, denn zuvor hatten schon Maximilian Simon (SV Weißwasser) und Anton Vieweg (RV Lugau) in ihren Gewichtsklassen Titel geholt.

Am Sonntagabend gab es dann noch eine Überraschung für den erfolgreichen jungen Mann. Vor seinem Elternhaus in Unterpirk wurde er von Vereinsmitgliedern mit Plakaten und lautem Jubel empfingen. "Da standen dem einen oder anderen schon ein paar Freudentränen in den Augen", sagte der Vorsitzende des KSV Pausa, Ulrich Leithold. Er dankte den Eltern des neuen Titelträgers, Kai und Doreen Buschner, sowie dem Chemnitzer Stützpunkttrainer für ihr Engagement. Ohne das wäre es Nils Buschner wohl schwerlich möglich gewesen, diesen Erfolg zu erringen.

Paul Tschersich vom ASV Plauen verfehlte eine Medaille nur knapp. Er trat im leichtesten Limit bis 42 Kilogramm an. Seinen Auftaktkampf am Freitagabend gegen Jakob Moosmann (KSV Tennenbronn) gewann er. Am Samstagmorgen musste er jedoch eine Niederlage gegen Jannik Buchheimer (ASV Schaafheim) quittieren. Damit stand Paul Tschersich, der aus einer Ringerfamilie, deren Wurzeln nach Adorf und Markneukirchen reichen, im Kampf um Bronze. In diesem Duell ging es gegen Erzrivalen Jan Schmalfuß aus Chemnitz. Schmalfuß hatte diesmal das bessere Ende für sich und bekam nach seinem Sieg die Medaille überreicht, Paul Tschersich beendete die Meisterschaft auf dem 4. Platz.

Schwere Lose hatten Tschersichs Vereinskameraden Leon Lange (Klasse bis 58 Kilogramm) und Alexander Porst (bis 63 Kilogramm) erwischt, die beide jeweils zwei Niederlagen hinnehmen mussten und ausschieden. Leon Lange war im ersten Duell gegen den späteren Titelgewinner Maximilian Simon vom SV Weißwasser chancenlos. Im zweiten Kampf unterlag der Plauener Luca Taibi (ASV Hüttigweiler) 0:3. Das bedeutete Platz 27 für den Vogtländer in der teilnehmerstärksten Kategorie. Alexander Porst belegte nach Niederlagen gegen Janis Wohlschlegel (KSV Kandern) und Enrico Maier (ASV Vörstetten) Platz15. Sachsen landete in der Länderwertung dieser Titelkämpfe auf Platz 4 hinter Südbaden, Nordrhein-Westfalen und Württemberg.

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