VfB sieht sich in Cottbus nicht chancenlos

In der Fußball-Regional- liga kickt Auerbach morgen als Außenseiter beim Spitzenreiter. Für Trainer Michael Hiemisch kommt es im Jubiläumsspiel vor allem auf zwei Dinge an.

Auerbach.

Das erste Punktspiel nach der Winterpause hat es für den VfB Auerbach morgen gleich richtig in sich. 13.30 Uhr ist die Elf beim "FC Bayern der Regionalliga Nordost" zu Gast. Diesen Beinamen hat sich Spitzenreiter FC Energie Cottbus im bisherigen Saisonverlauf redlich verdient. Das Team von Trainer Claus-Dieter Wollitz hat von 20 Spielen bislang 17 gewonnen und dreimal unentschieden gespielt. Im Resultat beträgt der Vorsprung auf den Tabellenzweiten BFC Dynamo schon stolze 14 Punkte.

Doch Bange machen gilt für die Auerbacher nicht. Vielmehr hofft Michael Hiemisch, der zum 100. Mal in der Regionalliga als Auerbacher Trainer an der Seitenlinie steht, dass sein Team den Schwung vom 5:0-Testspielsieg in der Vorwoche gegen Bischofswerda mitnehmen kann. Er sagt: "Ich denke, dass es wesentlich auf zwei Dinge ankommen wird. Erstens, dass wir konzentriert und kompakt abwehren und zweitens, dass wir mit Speed umschalten und unsere Chance im Abschluss suchen. Dann werden auch wir unsere Möglichkeiten bekommen."

Eine wichtige Rolle könnte dabei Neuzugang Daniel Tarczal spielen. Der erst vorige Woche vom tschechischen Zweitligisten FK Pribram gekommene Routinier fehlte zwar im Test gegen Bischofswerda, hat dem Vernehmen nach aber trotzdem gute Chancen auf einen Startelf-Einsatz. "Wir hatten oft zu viele Ballverluste im Zentrum. Er soll uns mit seiner Erfahrung dabei helfen, unser Spiel stabiler und sicherer zu machen", erklärte der Auerbacher Trainer gestern Nachmittag.

Ansonsten ist davon auszugehen, dass Hiemisch und seine Assistenten morgen die Spieler im Stadion der Freundschaft in Cottbus auf den Platz schicken, die auch in den Testspielen von Anfang an aufliefen. Nur auf zwei, drei Positionen wird die Entscheidung wohl erst nach dem Abschlusstraining fallen. Doch egal wer spielt, wichtig ist wie der VfB auftritt. "Alle Positionen müssen bei uns Topleistung bringen. Wir brauchen Kompaktheit und eine gute Körpersprache", fordert der VfB-Trainer.

Energie Cottbus hat im Gegensatz zum VfB Auerbach in diesem Jahr bereits zwei Spiele absolviert. Dem 2:0-Sieg bei Chemie Leipzig folgte in der Vorwoche ein torloses Unentschieden in Bautzen. Die Ostsachsen hatten dabei mit Erfolg den besten Sturm der Liga abgemeldet. Mamba und Viteritti erzielten zusammen 21 Tore und damit genauso viele wie der VfB insgesamt. Auf der anderen Seite stehen für Cottbus erst fünf Gegentreffer zu Buche.

Und doch läuft morgen bei den Gästen auch die Hoffnung auf eine ähnliche Überraschung wie in der Vorsaison mit auf. Damals gelang Auerbach in Cottbus ein 3:1-Erfolg durch Treffer von Schlosser, Wild und ein Eigentor. Michael Hiemisch sagt: "Damals war viel Glück dabei. Aber die Mannschaft hat bewiesen, dass es geht." (mit matt)

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