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Toni Wolf (vorn) beim Rennen auf dem Nürburgring.

Foto: Susanne RoßbachBild 1 / 2

Vogtländer freut sich aufs Heimrennen

Toni Wolf aus Schönbrunn ist mit seinen 18 Jahren der jüngste Fahrer im Porsche Carrera Cup. Dennoch will er auf dem Sachsenring unter die Top 10.

Von Susanne Roßbach
erschienen am 13.09.2017

Schönbrunn. Der vierte Renn-Einsatz im 485 PS starken Porsche 911 GT3 wird für Toni Wolf ein ganz besonderer. Der 18-Jährige aus dem Lengenfelder Ortsteil Schönbrunn gibt am Wochenende auf dem Sachsenring Gas und hat damit quasi ein Heimrennen vor sich. Allerdings trifft das nur auf die Entfernung von seinem Wohnort zur 3,65 Kilometer langen Strecke nahe Hohenstein-Ernstthal zu. Toni Wolf sagt: "Viele denken, der Sachsenring ist meine Hausstrecke und deshalb fahre ich da oft. Ich bin dort aber leider noch nie mit einem Porsche gefahren und hatte auch noch keinen Testtag. Es wird schwer, weil es eine sehr anspruchsvolle Strecke ist. Aber natürlich freue ich mich drauf."

Nach zwei Jahren in der ADAC Formel 4 hatte sich der groß gewachsene Vogtländer in diesem Jahr kurzfristig für den Einstieg in den Porsche Carrera Cup Deutschland entschlossen. Dabei machte Toni Wolf von Beginn an eine gute Figur und überraschte Fachleute und Kenner der Motorsport-Szene. Er ist der jüngste Fahrer im Starterfeld und startet für das Team Huber Racing. Beim Saisonauftakt in Hockenheim Anfang Mai war Toni Wolf ohne Test in den brandneuen Cup-Elfer gestiegen. Der Porsche-Neuling absolvierte nach seinem erfolgreichen Einstieg in Hockenheim einen Test auf dem Red Bull Ring in Spielberg in Österreich und fuhr dort auch die Rennen im Juni mit.

Am vergangenen Wochenende war Wolf auf dem Nürburgring am Start und wusste erneut zu überzeugen. Auf der Kurzanbindung des Nürburgrings wurde der Schönbrunner im Samstagsrennen guter Neunter. Dabei kannte er die Strecke nur von seinen Einsätzen in der ADAC Formel 4. Obwohl Regen dazukam, machte seine Sache sehr gut. "Die Strecke war wie Schmierseife, aber ich habe trotzdem einen perfekten Start hinbekommen. Ich bin von Platz zehn gestartet und in der ersten Runde direkt auf sieben vor gekommen. Durch die viele Zweikämpfe bin ich dann wieder etwas zurückgefallen, war aber trotzdem zufrieden", sagt Toni Wolf. Im zweiten Rennen am Sonntagmorgen musste er mit abbauenden Reifen kämpfen, fuhr sich einen Bremsplatten ein und wurde schließlich 13. "Natürlich geht auch ein Dankeschön ans Team, was sehr gut gearbeitet hat und ich hoffe das es auf dem Sachsenring auch gut wird", sagte Toni nach seinem Wochenende in der Eifel.

Auf dem Sachsenring war kein Test vor der Veranstaltung möglich, da dort spezielle Lärmschutz-Bedingungen herrschen und Testtage sehr rar sind. Der Auszubildende zum Kfz-Mechatroniker Richtung Nutzfahrzeuge fährt somit am Freitagmorgen im freien Training seine ersten Kilometer im Porsche auf dem legendären Kurs. Toni Wolfs grau-schwarz-grüner Rennwagen hat die Startnummer 83, sticht durch das neon-grün ins Auge und ist somit leicht für die Fans zu erkennen.

Der Cup-Neueinsteiger hat wenig Test- und Rennerfahrung und dadurch Nachteile gegenüber den vielen routinierten Porsche-Spezialisten im Starterfeld. "Mein Ziel sind Top-10-Platzierungen. Der Porsche ist allgemein schwieriger als ein Formel-Auto zu fahren. Er hat weniger Anpressdruck, aber viel mehr Leistung. Der Bremspunkt ist schwerer zu finden als im Formel-Auto und es ist schwierig, ans Limit zu kommen. Aber es ist schon geil, so einen Porsche zu fahren", sagt Toni Wolf.

 
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