Vor dem Sachsenpokal-Endspiel: FSV wittert Außenseiter-Chance

Volleyball: Der Reichenbacher Frauen-Trainer Frank Sommer über Taktik, Training und die Terminproblematik

Reichenbach.

Den Volleyballerinnen des FSV Reichenbach steht am Samstag, 13 Uhr in der Halle der Weinholdschule ein Saisonhöhepunkt bevor. Die Wildcats stehen erstmals im Landespokalfinale. Vor dem Duell mit Sachsenliga-Spitzenreiter Dresdner SC II hat sich Monty Gräßler mit FSV-Trainer Frank Sommer unterhalten.

Freie Presse: Herzlichen Glückwunsch, Herr Sommer. Ihre Mannschaft hat am Samstag als Neuling in der Sachsenklasse vorzeitig den Staffelsieg perfekt gemacht. Alles was jetzt noch kommt ist Zugabe, oder?

Frank Sommer: Das kann man so sagen. Aber wir müssen auch nicht drumherumreden. Wenn man es im Pokal einmal so weit geschafft hat, will man sich natürlich möglichst auch belohnen. Wir sind im Gegensatz zu den vergangenen Spielen in der Liga endlich mal nicht mehr in der Favoritenrolle, freuen uns auf viele Zuschauer und hochklassigen Volleyball. Ich hoffe, das verschafft der Mannschaft bei aller Konzentration auch die nötige Lockerheit.

Der Dresdner SC II hat eine Liga höher das Geschehen ähnlich dominiert wie Reichenbach in der Landesklasse. Was wissen Sie über ihren Gegner?

Ich habe die Mannschaft beim Halbfinale in Plauen gegen Oberlosa gesehen. Sie haben erfahrene und gut ausgebildete Spielerinnen in ihren Reihen und eine sehr gute Abstimmung im Team. Oberlosa hat dem DSC II aber einen großen Kampf geliefert und hätte mit etwas mehr Glück zumindest den zweiten Satz gewinnen können. Wir haben uns eine Taktik zurechtgelegt, wie wir sie eventuell knacken können, aber die werde ich nicht verraten.

Zwölf Siege ihrer Mannschaft in 13 Punktspielen kommen nicht von ungefähr. Was war ausschlaggebend für diese Bilanz?

Es kam vieles zusammen. Wichtig war, dass wir immer mit klaren Spielzügen agiert haben. Da hat sich die akribische Vorbereitung ausgezahlt. Hinzu kam, dass jede Spielerin neben Ausbildung und Beruf mehr für den Sport reingeworfen hat, als man das im unterklassigen Volleyball erwarten kann. Dazu kam die gute Harmonie im Team. Die etwas routinierteren Spielerinnen haben die jungen beruhigt, wenn es mal nicht so lief. Und die jungen haben mal Bälle in der Feldabwehr rausgeholt, wenn die etwas älteren im Team mal Luft holen mussten. Am Ende muss man auch sagen, dass der Unterschied zwischen Bezirksliga und Sachsenklasse nicht so groß war, wie wir das gedacht hatten.

Es sind noch vier Tage bis zum Finale. Wie sieht die unmittelbare Vorbereitung aus?

Eine Trainingseinheit ist leider dem Schiedsrichterlehrgang in Leipzig zum Opfer gefallen. Am Mittwoch werden wir noch mal richtig intensiv trainieren und uns am Freitag in einem Trainingsspiel gegen Lichtenstein den letzten Schliff holen.

Ist es üblich, am Abend vor dem Spiel noch mal zu testen?

Ich bin nicht unbedingt ein Freund davon. Aber da wir zuletzt zwei, drei Kranke dabei hatten, ist das eine gute Gelegenheit, die Spielerinnen so schnell wie möglich wieder zu integrieren. Es geht da vor allem um Taktik und solche Geschichten. Und am Samstag haben wir ja im Gegensatz zur Liga nur ein Spiel. Da können wir Vollgas geben.

Können Sie schon absehen, wie groß die Kulisse wird?

Gute Frage. Früher wurden die Endspiele im Mai ausgetragen, da gab es keine Überschneidungen mit den Punktspielen umliegender Vereine wie diesmal. Trotzdem wollen wir das Finale mit Sponsoren und Helfern zu einem Höhepunkt machen.

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