Altenburger gewinnt Marathon

Der "40." ist Geschichte. 450 Teilnehmer zählten die Organisatoren gestern zur Jubiläumsauflage des Werdauer Waldlaufes.

Werdau.

Bei seinem erst zweiten Start zum Werdauer Waldlauf ließ es Steffen Burkhardt vom Team Skatstadt-Marathon Altenburg eher ruhig angehen. Der 37-Jährige hängte sich nach dem Start an André Vogel aus Markkleeberg und Holger Goldammer aus Leipzig und ließ sich ziehen. "Die beiden liefen im Grunde mein Tempo", meinte der Thüringer, der in 3:05:45 Stunden als Erster den Marathonlauf durch den Werdauer Wald beendete. "So bei Kilometer 30 konnte ich mich dann nach vorn absetzen und lief locker ins Ziel", sagte der Sieger.

Knapp drei Minuten nach ihm lief Holger Goldammer über den Zielstrich, der ehemals Führende folgte mit über acht Minuten Rückstand auf den Sieger als Dritter. "Nach 32 Kilometern machte sich dann doch bemerkbar, dass in meiner Saisonvorbereitung die langen Einheiten gefehlt haben", meinte der Markkleeberger, der sich nach eigener Aussage anstatt des Trainings lieber um seinen beiden Kinder kümmerte. Die Knirpse haben ihren Papa übrigens im Ziel erwartet.

Einen einsamen Marathon lief dagegen Christine Fischer von der LG Exa Leipzig bei den Frauen. Die 34-Jährige beendete als Gesamtsiegerin nach dreieinhalb Stunden ihren "Trainingslauf" und musste schlappe 27 Minuten auf die Zweitplatzierte warten. Das war Antje Spillecke vom LAC Erdgas Chemnitz, auf Platz 3 folgte nach 4:04:33 Stunden Sybille Thieme vom ESV Lok Zwickau.

Waldlauf-Organisationschef Peter Schmidt lachte zu diesem Zeitpunkt schon längst mit der Sonne um die Wette. "Was will ich mehr: 450 zufriedene Teilnehmer und ordentliches Wetter, besser hätte die Jubiläumsausgabe unseres Waldlaufes nicht sein können", meinte der Werdauer, der neben den Stammteilnehmern auch den einen oder anderen Läufer aus vergangenen Jahren traf. So nahm beispielsweise Friedhelm Riedel vom LT Nürnberg-Gaulnhofen den 40. Werdauer Waldlauf zum Anlass für einen Besuch in seiner sächsischen Heimat. Der heute 63-Jährige gehörte zu den Startern des ersten Laufes durch die Wald und lief gestern die zehn Kilometer. "Durch die Änderung der Strecke, ist das Ganze etwas schwieriger geworden. Aber die Organisatoren haben wieder einen tollen Job gemacht", meinte der Wahl-Franke, der freilich mit dem Gesamtsieg nichts zu tun hatte. Hier waren Sebastian Harz (33:58 min) vom SV Hermsdorf und Corinna Fink (43:12) vom LV Einheit Greiz die Schnellsten, während auf der Halbmarathonstrecke Thomas Drechsler (1:20:58 h) vom RC Schlossbike Greiz und Jana Neumann (1:49:18) von den Wild Runners aus Chemnitz als Erste im Ziel waren.


"Ich war mit meinen Ergebnissen immer sehr zufrieden"

Winfried Horn vom SV Rot-Weiß Werdau ist zum 40. Mal beim Waldlauf dabei gewesen. Thomas Michel hat sich mit dem 75-Jährigen unterhalten.

Freie Presse: Herzlichen Glückwunsch zum 40. Start beim Werdauer Waldlauf. Wie war das Jubiläum?

Winfried Horn: Danke. Ich habe mich sehr wohl gefühlt. Allerdings sind die kurzen Strecken für mein Alter zu schnell, weshalb ich lieber meine 24-Stunden-Läufe mache. Aber ich hatte auf der Strecke keine Probleme. Ich bin über die zehn Kilometer ein gleichmäßiges Tempo gelaufen und kam zufrieden im Ziel an.

Wenn Sie zurückschauen: Was bleibt haften bei 40 Teilnahmen?

Beim ersten Werdauer Waldlauf 1979 bin ich zum ersten Mal 30 Kilometer gelaufen. Das hat mir gefallen, sodass ich auch in den folgenden Jahren den damals langen Kanten gelaufen bin. Später habe ich für den Halbmarathon und den Marathon gemeldet. Vom Wetter her waren die Läufe immer sehr unterschiedlich. Aber ich war mit meinen Ergebnissen immer sehr zufrieden, auch wenn es bei mir nicht immer gleichgut gelaufen ist.

Was haben Sie in diesem Jahr sportlich noch vor?

Ende Juni sind meine Frau und ich wieder beim 24-Stunden-Lauf in Reichenbach dabei, am 1. und 2. September wollen wir bei den deutschen Meisterschaften über 24 Stunden in Bottrop starten. (tmp)

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