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Jacek Plachta übernimmt bei den Eispiraten Crimmitschau die Aufgabe als Co-Trainer. Er ist am Wochenende in der Stadt an der Pleiße eingetroffen. Der Vertrag läuft bis April 2018.

Foto: Andreas Kretschel

Aus Polen in den Sahnpark

Der Eishockey-Zweitligist Crimmitschau hat seinen Trainerstab verstärkt. Die Aufgaben müssen noch aufgeteilt werden.

Von Holger Frenzel
erschienen am 11.10.2017

Crimmitschau. Jacek Plachta war nach dem Sachsenderby zwischen den Eispiraten Crimmitschau und den Eislöwen Dresden überwältigt. Von der Leistung der eigenen Mannschaft und der Stimmung auf den Rängen. "Die Jungs haben sich viele Chancen erarbeitet und eine tolle Moral bewiesen. Dazu kam die typische Sahnpark-Atmosphäre, die ich noch aus meiner Zeit als aktiver Spieler kenne", sagte der 48-jährige Deutsch-Pole kurz nach dem 3:2 (1:0, 0:0, 1:2, 1:0)-Sieg nach Verlängerung.

Er verfolgte die Partie von der Sitzplatztribüne aus. Am nächsten Wochenende, wenn die Eispiraten-Cracks am Freitag in Bad Nauheim und am Sonntag gegen Kassel antreten, wird der Eishockey-Lehrer mit hinter der Bande stehen. Bis dahin soll es auch Klarheit zur Aufgabenverteilung zwischen Co-Trainer Jacek Plachta und Cheftrainer Kim Collins geben.

Beide Seiten waren durch ihr Eishockey-Netzwerk schon informiert, dass Kim Collins einen Assistenten fordert und Jacek Plachta einen Arbeitsplatz sucht. "Ich habe dann zum Telefon gegriffen und angerufen", sagt Jacek Plachta. In den letzten drei Jahren hat er die Nationalmannschaft von Polen betreut. Das Team landete im April bei der Weltmeisterschaft (Division I) in Kiew nur auf dem vierten Platz. Danach gab es zwischen Trainer und Verbandsspitze unterschiedliche Auffassungen zur weiteren Ausrichtung. "Ich wollte einen Neuaufbau mit jüngeren Leuten einleiten. Der Verband forderte sofort bessere Ergebnisse", nannte Plachta den Grund für die Trennung im Sommer.

Jacek Plachta und Kim Collins haben schon einmal zusammengearbeitet. Das war in der Saison 2000/01 bei den Schwenninger Wild Wings in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Damals war Collins als Trainer für das Team verantwortlich und wirbelte Plachta als Stürmer durch die gegnerischen Abwehrreihen. "Wir haben eine ähnliche Auffassung, wie wir als Trainer im Team zusammenarbeiten und welche Spielphilosophie wir verkörpern möchten. Jacek Plachta war mein Wunschkandidat", sagte Kim Collins, der nun einige Aufgaben an seinen neuen Trainer-Kollegen abgeben kann. Zudem wollen die Westsachsen künftig auch von den Kontakten des neuen Co-Trainers profitieren.

In seiner aktiven Karriere hat Jacek Plachta, der in Chorzów geboren ist, vor allem für Vereine in Deutschland gespielt. Zu den Stationen seiner Profikarriere gehörten der EHC Freiburg, EV Landshut, Revierlöwen Oberhausen, Schwenninger Wild Wings, Nürnberg Ice Tigers, Hamburg Freezers und Kassel Huskies. Er bestritt als Stürmer insgesamt 584 Partien in der DEL, wo 146 Treffer und 173 Vorlagen in der Statistik stehen. In der Saison 2008/09 beendete er seine Laufbahn. Als Trainer hat er bisher ausschließlich in Polen gearbeitet. Er hat die Eishockey-Begeisterung an Sohn Matthias weitergegeben, der für die Adler Mannheim in der DEL spielt.

 
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