Cupcea-Team will sich aus dem Tabellenkeller herauskämpfen

Bei Werder Bremen haben die Zwickauer Zweitliga-Handballerinnen zweimal mit einem Tor Differenz verloren. Im dritten Anlauf muss morgen ein Sieg her.

Zwickau/Bremen.

Der Kampf um den Klassenerhalt ist voll entbrannt. Der BSV Sachsen, der nach den unglücklichen Punkteinbußen in Berlin und gegen Herrenberg wieder auf einen Abstiegsplatz zurückgefallen ist, hat noch neun Spiele zu absolvieren, davon fünf zu Hause (gegen Halle-Neustadt, Hannover-Badenstedt, Beyeröhde, Mainz 05/Budenheim und am letzten Spieltag Trier). "Es wird immer schwerer. Die anderen punkten auch", weiß Trainerin Corina Cupcea, dass fremde Schützenhilfe nicht zu erwarten ist. "Wir dürfen nicht auf andere Mannschaften schauen. Das Ziel für uns sind jetzt in jedem Spiel zwei Punkte. Egal wo und gegen wen."

Morgen muss Zwickau bei Werder Bremen ran. Der Tabellenelfte hat drei Zähler mehr auf dem Konto, wäre also noch in Reichweite. "Es ist unangenehm dort zu spielen. Aber wir wollen einen Sieg mitnehmen", kündigt Corina Cupcea an. "Wir müssen punkten. Ohne Wenn und Aber." Viel wird davon abhängen, ob es den Gästen gelingt, Merle Heidergott in den Griff zu bekommen. Die 22-jährige Ostfriesin ist mit 162 Treffern (davon 20 Siebenmeter) die drittbeste Torjägerin der 2. Bundesliga. In der vergangenen Saison landete sie bei der Wahl zur besten Spielerin der Liga auf Platz 3. Am vorigen Wochenende erzielte Heidergott bei der 26:29-Niederlage in Halle-Neustadt mit 13 Toren die Hälfte aller Treffer für ihre Mannschaft. "Wir müssen auf sie aufpassen, aber sie spielt ja nicht allein", betont Cupcea. Auch Isabelle Dölle (93/6) und Alina Otto (63/29) sind torgefährlich.

Bisher gab es fünf Vergleiche beider Teams in der 2. Bundesliga. Zweimal war der BSV erfolgreich, dreimal Werder (144:133 Tore). In Bremen haben die Muldstädterinnen jeweils knapp verloren (28:29, 25:26). Ein gutes Omen: Beide Siege der Sachsen datieren vom März.

Ebenfalls erfreulich: Der BSV-Kader ist im Vergleich zur Vorwoche um zwei Spielerinnen aufgestockt. Silvia Šajbidor darf nach ihrer Sperre (Blaue Karte) wieder ran, und Josy Kallenberg ist nach ihrer ausgeheilten Nasenoperation wieder einsatzfähig. Das eröffnet der Trainerin mehr Wechselmöglichkeiten.

Abfahrt des Mannschaftsbusses ist morgen, 10 Uhr. 475 Kilometer sind es von der Sporthalle Neuplanitz zur Klaus-Dieter-Fischer-Halle. Die ist übrigens nur sieben Minuten Autofahrt vom Platz 11 des Weserstadions entfernt, auf dem am Nachmittag der Drittligist FSV Zwickau gegen die Bremer U 23 spielt. Corina Cupcea lädt mitreisende Fußballanhänger ein: "Sie können gern hinterher zu uns in die Halle kommen." Ein Erfolgserlebnis der Handballerinnen wäre die beste Werbung fürs Ostderby gegen den SV Union Halle-Neustadt am 17. März.

Anwurf: am Sonnabend, 19.30 Uhr in der Klaus-Dieter-Fischer-Halle Bremen. Die Partie steht unter der Leitung des Schiedsrichtergespanns Susann Kruska (TuS Hellersdorf) und Sarah Lange (SV Adler Berlin).

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