Der Körper spielt nicht mehr mit

Eishockey: Pyka muss Karriere beenden - Einsatz als Co-Trainer in Aussicht gestellt

Crimmitschau.

651 Spiele in der 2.Bundesliga und der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2) haben deutliche Spuren am Körper von Danny Pyka hinterlassen. Der 33-Jährige stand als Profi für Schwenningen, Bremerhaven, Dresden, Hannover, Weißwasser und Crimmitschau auf dem Eis. Seit der Saison 2015/16 gehörte er zum Eispiraten-Kader.

In den letzten Monaten verfolgte er die Partien seiner Teamkollegen aber nur noch als Zuschauer. Schmerzen an der Hand und Probleme mit dem Rücken verhinderten einen Einsatz. Nun muss Pyka seine sportliche Karriere beenden. "Das ist schon hart, wenn man fast das ganze Leben mit Eishockey verbracht hat", sagte der gebürtige Berliner bei der Abschlussparty im Kunsteisstadion im Sahnpark und gab einen kurzen Einblick in seine Gefühlswelt: "In den letzten Wochen hatte ich einige schlaflose Nächte."

Mittlerweile nehmen die Pläne zur beruflichen Zukunft von Pyka Gestalt an. Dabei spielen die Eispiraten Crimmitschau eine zentrale Rolle. Die Idee: Der Eishockey-Profi im Ruhestand soll eine kaufmännische Ausbildung beginnen und im Optimalfall die Aufgabe des Co-Trainers übernehmen.

"Wir befinden uns dazu in Verhandlungen", bestätigte Pyka, der zudem noch Gespräche mit der Berufsgenossenschaft führen muss. Bereits in der jüngsten Vergangenheit erhielten Trainer Kim Collins und Co-Trainer Jacek Plachta phasenweise Unterstützung von Pyka. "Ich habe in Heimspielen in jeder Drittelpause kurz mit ihm gesprochen", sagte Collins.

Mittlerweile steht auch fest: Jacek Plachta, der seit Oktober 2017 neben Collins als Co-Trainer hinter der Bande stand, wird die Westsachsen verlassen. Der ehemalige polnische Nationaltrainer war vor allem für die Verteidiger und die Videoauswertung verantwortlich. "Er hat eine sehr gute Arbeit gemacht und mich enorm unterstützt.

Allerdings wird Jacek Plachta wohl nicht in Crimmitschau bleiben", sagte Kim Collins vor wenigen Tagen in einem Interview mit der "Freien Presse" und rieb bei der Frage nach den Gründen symbolisch mit Daumen und Zeigefinger - es geht offenbar um das liebe Geld. (hof)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...