Eispiraten bangen um Torjäger

In der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) beginnen heute die Play-offs. Crimmitschau muss auswärts antreten.

Crimmitschau.

Der Mannschaftsbus der Eispiraten Crimmitschau setzt sich heute um 10.45 Uhr am Kunsteisstadion im Sahnpark in Bewegung. Das Team um Kapitän André Schietzold fährt nach Garmisch-Partenkirchen. Dort wartet als Gegner der SC Riessersee. Die Partie beginnt 20 Uhr. Das Viertelfinale wird im Modus "Best of 7" ausgetragen. Der Faktencheck macht deutlich: Die Favoritenrolle liegt bei den Weiß-BlauenausBayern. Direkte Duelle: Viermal haben die beiden Teams in der Hauptrunde die Schläger gekreuzt. Die Eispiraten konnten nur beim 2:1-Sieg im Heimspiel im November 2017 jubeln. Das zweite Duell im Sahnpark ging mit 3:6 verloren. Auswärts gab es eine klare 1:5-Packung im Oktober und eine knappe 3:4-Niederlage im Dezember. Dabei gaben die Westsachsen einen 3:1-Vorsprung in den letzten sechs Minuten noch aus der Hand. Den letzten Erfolg für die Eispiraten auswärts an der Zugspitze gab es übrigens im Dezember 2011. Defensive: In der Hauptrunde wechselten sich Matthias Nemec (1592 Minuten) und Kevin Reich (1539 Minuten) im SCR-Kasten ab. Die Verteidiger Julian Eichinger (4 Tore und 32 Vorlagen) und Stephan Wilhelm (10 Tore und 17 Vorlagen) schalten sich immer wieder in die Offensive ein. Bei den Crimmitschauern wird es zu Beginn der Play-offs keine Überraschung geben. Brett Kilar steht zwischen den Pfosten. Trainer Kim Collins lässt sieben Verteidigerrotieren. Offensive: 196 Treffer hat der SC Riessersee in der Hauptrunde erzielt. Der Traditionsverein stellt damit die zweitbeste Offensive der DEL 2. Richard Mueller (36 Tore und 44 Vorlagen) und Andreas Driendl (30 Tore und 49 Vorlagen) können Spiele im Alleingang entscheiden. Letztgenannter wurde am Wochenende bei der Eishockey-Gala in Straubing als "Spieler der Saison" ausgezeichnet. Der SCR muss verletzungsbedingt wahrscheinlich auf den drittbesten Scorer, Lubor Dibelka (24 Tore und 32 Vorlagen), verzichten. "Wir müssen in der neutralen Zone stabil stehen", fordert Kim Collins, der um den Einsatz von Torjäger Robbie Czarnik bangt. Der 28-Jährige klagt über Rückenprobleme. Sie resultieren aus einem Check im Ravensburg-Spiel. Er hat am Sonntag das Training abgebrochen. Falls Czarnik pausieren muss, soll der Tscheche Robin Soudek in den Kader rücken. Special-Teams: Hier hat - mit Blick auf die Statistiken in der Hauptrunde - der SC Riessersee die Nase vorn. In Überzahl kommen die Bayern auf eine Quote von 20,6 Prozent (Crimmitschau: 18,1 Prozent). In Unterzahl überstand der SCR bisher 82,2 Prozent der Situationen schadlos (Crimmitschau: 79,8 Prozent). Die Westsachsen konnten im Heimspiel gegen Ravensburg ein doppeltes Powerplay nicht nutzen. Im Trainuing wurde an der Effektivität gearbeitet. Ganz wichtig: André Schietzold und Ales Kranjc müssen an der blauen Linie in Position gebracht werden.

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