Elite-Piloten fliegen um deutsche Meistertitel

Aero-Club Zwickau richtet zum achten Mal nationales Segelflug-Championat aus

Zwickau.

Für Joachim Lenk ist es schon Routine. Auch kurz vor Beginn der Deutschen Segelflugmeisterschaften wirkte der Vorsitzende des Aero-Clubs Zwickau und Präsident des Luftsportverbandes Sachsen gestern gelöst. Keine Spur von Anspannung. Bei der Einweisung der ehrenamtlichen Helfer im Hangar war er noch in Zivil zu sehen, für den offiziellen Auftritt zog er ein Jackett über. Der Wettbewerbsleiter erinnerte in seiner Begrüßungsansprache, dass vor 17 Jahren erstmals nationale Titelkämpfe in Zwickau stattfanden. Jetzt ist die Muldestadt zum achten Mal Ausrichter. "Das Vertrauen des Deutschen Aero-Clubs ehrt uns", betont der 62-Jährige. "Es macht uns stolz, auch wenn die Arbeit viel Kraft und Nerven kostet." Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer sei das nicht zu bewerkstelligen. Oberbürgermeisterin Pia Findeiß würdigte das Engagement der im positiven Sinne verrückten Vereinsmitglieder. Etliche von ihnen opfern ihren Urlaub, um den Saisonhöhepunkt abzusichern.

Die Eröffnung verzögerte sich, weil die Limousine mit dem sächsischen Innenminister Markus Ulbig einen Stau umfahren musste. An den Tischreihen blieb der für Serena Triebel (SFZ Ottengrüner Heide) reservierte Platz mit der Flugzeugkennung SP gestern Vormittag leer. Die 23-jährige Selberin, die vor zwei Jahren in Zwickau in der Doppelsitzerklasse triumphierte, reiste wegen einer Klausur erst später an.

Uli Gmelin, stellvertretender Vorsitzender der Bundeskommission Segelflug im Deutschen Aero-Club, wünschte den Teilnehmern spannende und unfallfreie Meisterschaften. Als Sportlicher Leiter der Meisterschaften fungiert ein Star seiner Zunft: Werner Meuser (LSV Homberg/Ohm), Weltmeister 1997 in Frankreich und 2001 in Südafrika. Nach dem Briefing fand gestern ein Pflichttraining statt. Gestellt waren Aufgaben mit festgelegten Wendegebieten und jeweils 2:30 Stunden angesetzter Mindestflugzeit. Heute stehen erste Wertungsflüge auf dem Plan. Am Start sind 66 Flugzeuge mit 86 Teilnehmern (20 Co-Piloten im Doppelsitzer einberechnet) - 38 in der Clubklasse und 28 in der Doppelsitzerklasse. Wettbewerbsleiter Joachim Lenk wünschte den Piloten gutes Wetter, viele schöne Flüge und immer eine glückliche Landung.

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