FSV Zwickau erreicht Pokal-Halbfinale

Mannschaft bezwingt FC Inter Leipzig - für die Teams aus Hohenstein-Ernstthal war gestern ein Tag zum Vergessen.

Markranstädt/Hohenstein-Ernstthal.

Nach dem Chemnitzer FC (3.Liga), Budissa Bautzen (Regionalliga) und FC Oberlausitz Neugersdorf (Oberliga) hat der FSV Zwickau als vierte und letzte Mannschaft das Halbfinale im Sachsenpokal erreicht. Im März nächsten Jahres müssen die Zwickauer erneut auswärts antreten und sind beim FC Oberlausitz Neugersdorf zu Gast, der im Viertelfinale sensationell den Drittligisten Dynamo Dresden bezwang.

Die Mannschaft setzte sich gestern in Markranstädt gegen den Regionalligist FC Inter Leipzig durch und gewann mit 2:0 (1:0). "Es war ein hochverdienter Sieg", wertete Spieler Manuel Stiefel die Partie. "Wir haben uns in den ersten 15 Minuten zwar etwas schwer getan, aber Hauptsache ist, wir sind eine Runde weiter. Vor dem Tor müssen wir noch etwas kaltschnäuziger werden."

Die gegenüber der Viertelfinal-Paarung gegen den VFC Plauen nur auf einer Position veränderte Zwickauer Anfangself - für Philipp Röhr spielte Oliver Genausch - ging nach knapp einer halben Stunde in Führung, als Kapitän Toni Wachsmuth per Kopfball erfolgreich war. Zwischen der 50. und 59. Minute besaß der FSV durch Marc-Philipp Zimmermann (50.), Wachsmuth (52.) und Oliver Genausch (52., 53., 59.) fünf weitere Torchancen. Für die Entscheidung gegen den Spitzenreiter der Sachsenliga sorgte schließlich Innenverteidiger Florian Eggert mit einem 14-Meter-Schuss (74.).

"Es war ein standesgemäßer Sieg, wie wir es erwartet haben", sagt FSV-Trainer Torsten Ziegner. "Der einzige Makel war die Chancenverwertung. Wir sind viermal allein auf das Leipziger Tor zugelaufen."  Auffälligster Spieler beim FC International Leipzig war der Spanier Miguel Gudiel Garcia, der FSV-Torhüter Steven Braunsdorf zweimal mit platzierten Freistößen auf die Probe stellte (39., 73.). Der Ex-Darmstädter stand wie schon gegen Plauen im Zwickauer Tor und hielt seinen Kasten auch diesmal sauber. (rr)

Im Achtelfinale des Fußball-Sachsenpokals der B-Junioren hatten die Jungen vom VfL 05 Hohenstein-Ernstthal gegen den ambitionierten Nachwuchs von RB Leipzig gestern keine Chance. Die Messestädter, die zwei Klassen höher in der Nachwuchsbundesliga spielen und dort Zweiter sind, gewannen verdient mit 3:0. "Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich dennoch sehr zufrieden. Manche Bundesligisten verlieren deutlich höher gegen RB", sagte VfL-Trainer Roy Teubel. Die Defensive der Gastgeber spielte stark. Erst kurz vor der Pause ging der Gast durch Ermedin Demirovic in Führung. Nach einer Eingabe war er zur Stelle und traf aus Nahdistanz. Auf ähnliche Weise fielen die Tore nach der Pause, als erneut Demirovic (54.) und Tarik Cakir (66.) trafen. Spielerisch konnten die Gäste gegen die massive VfL-Abwehr aber nur selten ihr Können aufblitzen lassen, obwohl sie mehrere deutsche und internationale Nachwuchs-Auswahlspieler in ihren Reihen hatten. Zudem kehrte mit Eric Träger ein Spieler zurück, der vom Nachwuchs des VfL im Vorjahr ins Leistungszentrum der Leipziger gewechselt ist. Einige junge Auer Fans unter den insgesamt rund 150 Zuschauern machten nicht nur mit Liedern gegen RB Stimmung, sondern sorgten auch für eine kurze Spielunterbrechung, als die Rauchschwaden ihres Feuerwerks auf den Platz zogen.

Auch die C-Junioren des VfL 05 hatten im Sachsenpokal Heimrecht. Gegen den Landesligakonkurrenten Lok Leipzig verloren die Karl-May-Städter mit 1:3. Marc Lemnitzer hatte sein Team zwar bereits in der fünften Minute in Führung geschossen und so Hoffnung geweckt, doch die Messestädter hatten schnell eine Antwort parat. Noch vor der Pause drehte Alexander Müller mit seinem Toren in der 16. und 26. Minute die Partie. Kurz nach dem Seitenwechsel machte er mit seinem dritten Treffer alles klar.

Die Männermannschaft der Hohenstein-Ernstthaler ging gestern ebenfalls leer aus. Im Landesliganachholspiel beim Tabellennachbarn SV Einheit Kamenz gab es eine 0:2-Niederlage. Die Ostsachsen legten in der 26. Minute durch Thomas Pannach vor. Der VfL 05 war zwar bemüht, hatte aber in der Offensive wie so oft Probleme, sodass nichts Zählbares gelang. Nach einer Stunde erhöhte Pannach auf 2:0 für die Kamenzer, deren starke Defensive nicht zu überwinden war. (mpf)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...