Für Höhepunkt gut gerüstet

Die Handballer der Werkstatt "Lebensbrücke" haben einen bedeutenden Wettkampf vor sich. Mitte Mai ist es soweit.

Niederlungwitz.

Wenn Mitte Mai die Nationalspiele von "Special Olympics", einer Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung, stattfinden, werden auch die Handballer der Werkstatt "Lebensbrücke" aus dem Glauchauer Ortsteil Niederlungwitz dabei sein. Sie bereiten sich derzeit intensiv auf das Turnier vor und konnten in Hohenstein-Ernstthal schon einmal Spielpraxis sammeln.

Der SV Sachsenring veranstaltete sein traditionelles Turnier der Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Hinter Turniersieger Meißen und dem Team aus Delitzsch wurde die Mannschaft der "Lebensbrücke" Dritter und ließ Zwickau sowie Radebeul hinter sich. "Ein paar Baustellen gibt es immer, aber ich bin zufrieden. Es waren gute Spielzüge zu sehen", sagte Trainer Ronny Weber, der nicht nur den Leistungsaspekt im Mittelpunkt sehen will. Auch die Schwächeren bekommen Spielanteile, das gehört zur Philosophie. "Es geht ja auch um soziale Kompetenzen wie gegenseitige Hilfe", betont Weber, der immer mittwochs mit seinem Team in der Sachsenlandhalle trainiert. Beim Turnier in Hohenstein-Ernstthal haben auch die Damenteams aus Glauchau und Radebeul mitgemacht, die mittlerweile formiert wurden.

Bei den Nationalspielen in Kiel, wo beispielsweise die deutschen Handballauswahlspieler Ruhne Dahmke und Steffen Weinhold als Botschafter der Veranstaltung fungieren, hat Weber aber noch mehr zu tun als die Glauchauer Mannschaften zu betreuen. Er ist auch als Koordinator der Handballer in der deutschen "Special Olympics"-Bewegung tätig. Unter anderem gilt es dann, mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe, die Spieler zu sichten, die im März 2019 zu den Weltspielen nach Abu Dhabi fahren. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe treffen sich zweimal jährlich und besuchen zudem verschiedene Turniere für Handballer mit Behinderung.

Bei der Arbeit mit dem Team der Werkstatt "Lebensbrücke" in Glauchau-Niederlungwitz, die zum Diakoniewerk Westsachsen gehört, bekommt Ronny Weber Unterstützung von Tom Heilmann, der genau wie Weber beim SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal aktiv ist. Beim Turnier fungierte er als Schiedsrichter. "Da muss man mehr reden und erklären, als in normalen Spielen. Aber durch die häufigen Wettbewerbe wird es immer besser", schätzte Heilmann das Geschehen auf dem Spielfeld ein. An den Nationalspielen in Kiel werden nicht nur die Handballer aus der "Lebensbrücke" teilnehmen, sondern auch das Fußballteam.

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