John Tripp: Nach Zehenbruch auf die Trainerbank

Unterstützung durch einen prominenten Mann auf der Bank und ein kurioses Tor zum Ausgleich: Beim Eishockey-Zweitligisten aus Crimmitschau gibt es viele Überraschungen.

Crimmitschau.

Ex-Nationalspieler John Tripp hat die Eispiraten Crimmitschau erstmals hinter der Bande unterstützt: Der 38-Jährige, der sich einen Zehen-Bruch zugezogen hat und ausfällt, sprang bei der 4:5 (1:3, 1:0, 2:1, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Kassel Huskies als Co-Trainer ein. Der erfahrene Angreifer - 110 Länderspiele, 596 DEL-Einsätze - suchte immer wieder das Gespräch mit seinen Kollegen.

Für die Unterstützung von John Tripp, der sich beim Blocken eines Schusses im Auswärtsspiel in Ravensburg verletzt hatte, gab es nach der Schlusssirene viel Lob. "Es hilft immer, wenn mehr Augen einen Blick auf das Eis werfen", sagte Coach Chris Lee. Kapitän André Schietzold: "Das war hilfreich. John Tripp hat sich vor allem auf die Abwehrleute konzentriert." Aber warum humpelte der verletzte Eispiraten-Profi erst zu Beginn des zweiten Drittels auf die Bank? "Wir hatten die Möglichkeit, dass John Tripp mit auf die Bank kommt, schon vor dem Spiel in Erwägung gezogen. Er war sich zunächst unsicher, ob es trotz seiner Verletzung funktioniert. Im ersten Drittel hielt es John auf der Tribüne nicht auf seinem Sitzplatz. Deshalb kam er hinter die Bande", erklärte Lee. Allerdings muss der Eispiraten-Coach auf die Tipps des Ex-Nationalspielers in den nächsten Tagen verzichten. Tripp fliegt Anfang der Woche zu seiner Familie nach Kanada. Dort wird er ein Reha-Programm absolvieren. "In zwei Wochen kommt er zurück nach Crimmitschau", kündigte Eispiraten-Geschäftsführer Jörg Buschmann an. Er weiß ganz genau: Dann wird ein (gesunder) Tripp wieder auf dem Eis und nicht hinter der Bande gebraucht.

In der Kassel-Partie standen nur 14 Feldspieler zur Verfügung. Neben John Tripp fehlten auch die verletzten Martin Heinisch und Erik Gollenbeck. Verteidiger Jakub Körner war wegen eines schweren Krankheitsfalles in seiner Familie am Wochenende in seine tschechische Heimat gefahren. Deshalb mussten diesmal im dritten Block neben Center Valerij Guts mit Colin Leidborg und Philipp Halbauer zwei gelernte Verteidiger in der Offensive ran.

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