Keine Angst vor der Verlängerung

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau ist optimal aus den Startlöchern gekommen. Nun warten zwei Gegner aus Hessen und ein klangvoller Name.

Crimmitschau.

Als Overtime-Experten präsentieren sich bisher die Eispiraten Crimmitschau. Die Mannschaft aus der Stadt an der Pleiße musste in Weißwasser, in Frankfurt und gegen Dresden in die Verlängerung. Dort hat sie sich jeweils den Zusatzpunkt gesichert. "Wichtig ist, den Puck in den eigenen Reihen zu halten, damit der Gegner nicht wechseln kann und müde wird", sagt Eispiraten-Kapitän André Schietzold. In der fünfminütigen Verlängerung schickt jedes Team nur drei anstelle der etatmäßigen fünf Feldspieler auf das Eis. "Das ist natürlich ein Vorteil für die Vereine mit einem schmalen Budget und einem kleinen Kader. Dazu braucht man das nötige Glück", sagt Eispiraten-Trainer Kim Collins.

Der 55-jährige Deutsch-Kanadier hätte allerdings nichts dagegen, wenn seine Schützlinge am Wochenende schon vor der (nervenaufreibenden) Verlängerung die Weichen zum Sieg stellen würden. Crimmitschau steht nach dem tollen Saisonstart auf dem vierten Platz in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2). Das Collins-Team muss heute (ab 19.30 Uhr) beim Tabellensechsten EC Bad Nauheim und am Sonntag (ab 17 Uhr) gegen den Tabellensiebenten Kassel Huskies antreten. Die Kontrahenten aus Hessen haben jeweils 13 Punkte auf dem Konto. "In den Aufgeboten der Gegner tauchen etliche Leute mit einem guten Namen auf", sagt Kim Collins.

Die Huskies haben in dieser Woche sogar noch einmal personell nachgelegt. Sie sicherten sich die Dienste von Verteidiger James Wisniewski. Der 33-Jährige kam in seiner Karriere auf 552 NHL-Einsätze mit 53 Toren und 221 Vorlagen. Stationen in der besten Liga der Welt waren Chicago Blackhawks, Anaheim Ducks, New York Islanders und Columbus Blue Jackets. Zu Beginn der Saison 2015/16 musste er sich nach einem Kreuzbandriss allerdings aus der NHL verabschieden. "Der Transfer hat uns schon überrascht", sagt Kim Collins.

Der Eispiraten-Coach will sich - wie schon in den letzten Wochen - aber nicht zu stark mit dem Personal und der Taktik der Gegner beschäftigen. Er konzentriert sich auf sein Team. Die Westsachsen müssen am Wochenende auf Verteidiger Will Weber und Stürmer Dominic Walsh verzichten. Die beiden Akteure fallen mit Leistenproblemen aus. In den letzten Übungseinheiten musste zudem Abwehrspieler Danny Pyka aufgrund einer Handverletzung etwas kürzer treten. "Er wird aber spielen können", sagt Collins, der seit dieser Woche auch Unterstützung von Co-Trainer Jacek Plachta bekommt. Die beiden Übungsleiter haben sich zuletzt auf die Aufteilung der Aufgaben verständigt. Collins kümmert sich um Stürmer und Powerplay. Plachta hat die Verteidiger unter seinen Fittichen und will das Unterzahlspiel verbessern. "Da war nicht alles optimal und müssen wir vor allem die Laufwege optimieren", sagt der Trainer.


Fantalk findet einmal im Monat statt - Kaufbeuren weiht neue Eishalle ein

15 Fans waren am Mittwochabend zum Fantalk in der Sportsbar im Kunsteisstadion. Verteidiger Danny Pyka und Stürmer Patrick Pohl beantworteten rund eine Stunde lang die Fragen der Anhänger. "Die Fantalks sollen sich wieder zu einer Tradition entwickeln und einmal im Monat stattfinden", sagt Eispiraten-Pressesprecher Aaron Frieß.

Seit wenigen Tagen verfügt der ESV Kaufbeuren über eine neue Eis-Arena. Der Neubau hat rund 23 Millionen Euro gekostet. Hier ist Platz für 3100 Zuschauer. Der Traditionsverein aus dem Allgäu hat die neue Spielstätte am Wochenende eingeweiht. Das Eispiraten-Team muss am 17. November und 23. Januar in Kaufbeuren antreten. (hof)

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