Punktspielserie endet mit zwei Titeln

Der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal hat eine tolle Saison in der Landesliga gespielt. Am letzten Spieltag muss er nicht antreten.

Hohenstein-Ernstthal.

Der VfL 05 Hohenstein-Ernstthal ist Meister der Fußball-Landesliga. Dass es zum souveränen Titelgewinn gereicht hat, ist verschiedenen Faktoren zu verdanken. Die Bilanz: In 28 Partien erspielte der VfL 05 18 Siege, außerdem gab es jeweils fünf Niederlagen und Remis. Zuhause wurde nicht verloren. Damit steht die Mannschaft mit 59Punkten vor Grimma (49), Lößnitz (47) und Großenhain (47), das noch ein Spiel zu absolvieren hat. "Bei eigenem Ballbesitz ist die Handschrift von Trainer Russi Petkov deutlich zu erkennen. Für eine Landesligamannschaft haben wir eine sehr gute Spielphilosophie und konnten sie in 70 bis 80 Prozent der Spiele gut umsetzen", sagt Teammanager Heiko Fröhlich, der das Team in Sachen Mannschaftsgeist, Ehrgeiz und Trainingsbeteiligung ausdrücklich lobt. Die geringe Zahl von Verletzungen war ein weiterer Erfolgsfaktor. Allein mit Blick auf den individuellen Spielerkader seien Grimma und Lößnitz eigentlich stärker. Doch diese Kontrahenten patzten zu oft. Die höchsten Siege des VfL 05 waren die 5:0-Erfolge gegen Glauchau und Pirna-Copitz. Das 1:4 in Zwenkau war die höchste Niederlage. Die Offensive: Mit 67 Toren hatte der VfL den besten Angriff. Da die Mannschaft durch den Rückzug des VFC Plauen II bereits in der Sommerpause ist, können Grimma (63) und Großenhain (64) am Wochenende noch vorbeiziehen. Mit 16Treffern war Stürmer Sebastian Weiske trotz mancher liegen gelassener Großchance am erfolgreichsten. In der Torjägerwertung der Landesliga ist er Siebter. Der erste Platz ist Florian Mielke von Rapid Chemnitz mit 30 Toren nicht mehr zu nehmen. Kapitän Marc Benduhn traf 14-mal. Beachtlich sind die acht Tore von Philipp Colditz, der als Defensivmann regelmäßig mit nach vorn ging und von gut ausgeführten Standardsituation profitierte. Mit Michael Neubert traf ein Nachwuchsspielersiebenmal. Die Defensive: Hier gab es wechselhafte Leistungen, und vor allem in der Anfangsphase der Saison war der VfL konteranfällig bei Ballverlusten. Die Fehlerzahl konnte aber reduziert werden und das Umkehrspiel wurde besser. Torhüter Pavel Petkov agierte vor allem auf der Linie stark, hat aber Reserven beim Herauslaufen und Mitspielen. Insgesamt kassierten die Hohenstein-Ernstthaler 37 Gegentore, was der viertbesteWertderLigaist. Der Nachwuchs: Insgesamt gehören fünf U-23-Spieler zum Kader des VfL 05. "Sie haben sich sehr gut entwickelt und sind konstanter geworden", sagt Heiko Fröhlich. Florian Stier als Neuzugang von den A-Junioren des FC Erzgebirge Aue hatte zwar Startprobleme, ist aber eine feste Größe in der Defensive und auf der Außenbahn geworden. Max Schmeling fand nach viel Verletzungspech im Vorjahr zu seiner Form. Michael Neubert und Daniel Heinrich agierten abgeklärt und einsatzfreudig. Fabian Erler ist der einzige Spieler der Futsal und Fußball spielt. Auf dem Feld profitiert er dabei von seiner Wendigkeit und TechnikausdemFutsaltraining. Fair Play: Einmal mehr hat sich der VfL 05 den Sieg in der Fair-Play-Wertung gesichert. In der Statistik stehen 32 gelbe, zwei gelb-rote und eine rote Karte. Der Vorsprung auf Eutritzsch und Radebeul ist deutlich. "Manche belächeln es, aber das steht für Disziplin und Respekt. Erfahrungsgemäß macht das über die Saison auch drei bis fünf Punkte in der Tabelle aus, unter anderem durch die geringen Sperren", sagt Fröhlich.

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