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Das Chemnitzer Showballett "Happy Legs" stimmte die 310 Zuschauer in der Pfaffenbergturnhalle auf das Spiel der Spiele für den SV Sachsenring I ein.

Foto: Andreas Kretschel

SV Sachsenring schreibt Geschichte

Das werden die Fans der Tischtennisteams wohl so schnell nicht vergessen. Beide Mannschaften können den Aufstieg feiern.

Von Axel Franke
erschienen am 16.04.2018

Regionalliga Süd: SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal I gegen TB/ASV Regenstauf 9:7. Die Tischtennisspieler des SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal haben Sportgeschichte in der Karl-May-Stadt geschrieben. Nach einem spektakulären Finalspiel haben sie den Meistertitel errungen und damit die Berechtigung zum Aufstieg in die 3.Bundesliga erkämpft.

Mit der Rekordkulisse von 310Zuschauern schien die "Grüne Hölle" förmlich aus den Nähten zu platzen. Die Rahmenbedingungen für das um die Meisterschaft alles entscheidende Spiel waren top. Zunächst bekamen die Fans die Hymne der Tischtennisspieler und einen AC/DC-Hit vom Vereinsmitglied Jan Mehlhorn zu hören. Das Chemnitzer Showballett "Happy Legs" sorgte danach für einen Augenschmaus.

Anschließend traten die Hauptakteure an. Sowohl die Gastgeber als auch die Gäste spielten in Bestbesetzung. Keines der beiden Teams konnte sich vorzeitig absetzen. Einen 1:2-Rückstand nach den Doppeln wandelten Roland Krmaschek, Youssef Abdel-Aziz und Andrey Milovanov in eine 4:2-Führung. Nick Neumann-Manz und Johann Koschmieder verloren jeweils 1:3, Alexandr Smirnov drehte einen 0:2-Rückstand zum 3:2-Sieg. Im Spitzenspiel boten Krmaschek und Frantisek Krcil Tischtennis zum Zunge schnalzen. Der Regenstaufer glich mit einem 3:2-Sieg zum 5:5 aus. Patrik Vlacuska konnte sein zweites Einzel gegen Abdel-Aziz verletzungsbedingt nicht austragen, und Mate Bruckner sorgte mit seinem zweiten Einzelsieg für das zwischenzeitliche 6:6. Nick Neumann-Manz erkämpfte mit einem 3:0 den siebenten Punkt, und nun lag Spannung in de Halle. Ein Punkt fehlte noch zum nötigen Remis für die Meisterschaft. Und den erkämpfte Smirnov mit einem umjubelten 3:1-Sieg gegen Petr Seibot. Der stark spielende Koschmieder unterlag danach nur knapp mit 2:3, aber nach dem 3:0-Sieg von Abdel-Aziz und Milovanov im Abschlussdoppel lagen sich alle Spieler glücklich in den Armen, und der Jubel der Zuschauer fand kein Ende. "Wahnsinn, was die Mannschaft mit diesem Publikum heute abgerufen hat, jetzt wollen wir erst einmal nur feiern", sagte Teamchef Christian Hornbogen. Auch der Mannschaftsleiter der Gäste, Hans-Jürgen Brandl, zeigte sich beeindruckt: "Respekt an die Verantwortlichen der Gastgeber für das, was hier auf die Beine gestellt wurde und waswirheuteerlebendurften." Sachsenliga: TTV Burgstädt gegen SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal II 4:11. Auch die zweite Mannschaft des SV Sachsenring hat ihr Meisterstück vollbracht. Nach dem Erfolg in Burgstädt und dem gleichzeitigen 11:4-Sieg der Leutzscher Füchse gegen Holzhausen II konnte Sachsenring II bei Punktgleichheit (33:3) die bessere Spieldifferenz von drei Spielen plus gegenüber den Leutzschern verteidigen. Damit haben Andrey Grossu, Michal Baron, Thomas Hornbogen, Karl Zimmermann, Ben Seifert und Florian Kaulfuß den Wideraufstieg in die mitteldeutsche Oberliga erkämpft. "Wir sind glücklich, dass wir den direkten Aufstieg geschafft haben. Das hat sich die Mannschaft verdient", sagte ein glücklicher Teamchef Alexander Uhle .

 
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