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Sie holten in Duisburg Gold und Silber für den GSV 1924 Zwickau: Nelly und Peggy Steinbach, in der Mitte Tobias Franz.

Foto: DGS/Kathi Pape

Schwester-Duo triumphiert

Sie bleiben die Nummer 1 in Deutschland: Nelly und Peggy Steinbach haben im Beachvolleyball der Damen ihren Meistertitel erfolgreich verteidigt.

Von Thomas Croy
erschienen am 26.06.2017

Duisburg. Drei Podestplätze haben die Spieler des GSV 1924 Zwickau von den 20. Deutschen Beachvolleyballmeisterschaften der Gehörlosen aus Duisburg mit heimgebracht.

Im mit sieben Mannschaften besetzten Turnier der Damen konnten Nelly und ihre drei Jahre jüngere Schwester Peggy Steinbach ihren Vorjahreserfolg von Essen wiederholen. In den Gruppenspielen setzte sich der Titelverteidiger gegen das Nationalteam Inga Ragutt (Essen)/ Lina Lange (Berlin) und Katrice Wega Teubou (München)/Cathleen Stettnisch (Berlin) jeweils in zwei Sätzen durch. Im Halbfinale besiegten das Zwickauer Duo Linda Tefs (Frankfurt/Main)/Kathrin Böttcher (Essen) mit 2:0. Auch im Endspiel, in dem sie erneut auf Wega/Stettnisch trafen, ließen die Steinbach-Schwestern nichts anbrennen und behielten unter den Augen von Bundestrainerin Sandra Scholz deutlich mit 21:13, 21:10 die Oberhand.

Bei den Herren schaffte Tobias Franz (Zwickau) mit Henrik Templin (Düsseldorf) den Einzug ins Endspiel. Als Gruppenzweiter (zwei Siege, eine Niederlage) bezwangen beide in einem spannenden Halbfinale Maik Fischer/Tino Göttling (Berlin) mit 2:1 (16:21, 21:12, 15:10). Im Finale mussten sie sich wie schon in der Vorrunde dem Vorjahresgewinner Marko Sudy/Max Pähler (Essen) mit 0:2 (15:21, 14:21) geschlagen geben.

Eine weitere Silbermedaille für die Muldestädter gab es im Wettbewerb der Junioren U 21 durch Fabian Rennmann (Zwickau) und Benedikt Franz (Essen), die im Viererturnier nach dem Modus "Jeder gegen jeden" hinter den ungeschlagenen Bruno Zerr/Marc Lucas Klingsieck (Potsdam) den 2. Platz belegten.

Ursprünglich sollte die Meisterschaft an zwei Tagen ausgetragen werden, doch wegen der geringen Zahl von Anmeldungen wurde nur am Sonnabend gespielt. Einige Teilnehmer hatten ihre Zelte schon am Freitag am Rande des Beachvolleyplatzes aufgeschlagen und nutzen die leeren Felder für Trainingsspiele. Die Stimmung war ausgelassen und locker. Den Aktiven und Zuschauern hat's gefallen. "Trotz des schmerzenden Sonnenbrandes im Gesicht und an den Beinen war ich glücklich, denn es war wirklich ein gelungene Wochenende", berichtet Nelly Steinbach. "Erschöpft schlief ich sofort ein, sobald ich im Bus saß."

Für die nominierten Nationalspieler war die deutsche Meisterschaft ein weiterer Leistungstest in Vorbereitung auf die XXIII. Deaflympics, die Weltspiele der Gehörlosen, in Samsun (18. bis 30. Juli).

 
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