Wer kann Reed und Campbell stoppen?

Für Eishockey-Zweitligist Eispiraten Crimmitschau gibt es ein Wiedersehen mit zwei Ex-Stürmern. Sie spielen nun für Dresden.

Crimmitschau.

In der Saison 2013/14 haben Max Campbell und Harrison Reed im Trikot der Eispiraten Crimmitschau die gegnerischen Abwehrreihen durcheinander gewirbelt. Sie waren damals zusammen für 179 Scorerpunkte verabschiedet. Danach verschlug es Reed nach Straubing und Campbell nach Bad Nauheim. Im Frühjahr hat Eispiraten-Geschäftsführer Jörg Buschmann an einer Rückholaktion des Top-Duos gearbeitet. "Wir hatten Max Campbell und Harrison Reed ein Angebot unterbreiten. Bei den Verhandlungen konnten wir aber mit den Offerten der Konkurrenz nicht mithalten", sagt Buschmann. Campbell und Reed entschieden sich für den Wechsel zu den Eislöwen Dresden. Am Sonntag, ab 14 Uhr, gastieren sie mit ihrem neuen Team im Kunsteisstadion im Sahnpark.

Eispiraten-Coach Chris Lee feilt bereits an einem Schlachtplan, um die Tor-Maschinerie aus der sächsischen Landeshauptstadt stoppen zu können. "Sie dürfen keinen Platz bekommen und müssen den Körper der Gegenspieler spüren. Das ist für Top-Stürmer meistens unangenehm", sagt Chris Lee. Er wollte sich gestern aber noch nicht festlegen, welcher Eispiraten-Block sich mit Campbell und Reed beschäftigen muss.

Die Westsachsen bekommen wahrscheinlich schon am Wochenende die Unterstützung von einem Abwehr-Neuzugang. Die Verpflichtung von Verteidiger Ty Wishart wurde in der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag perfekt gemacht. Der 27-Jährige soll heute früh auf dem Flughafen in Frankfurt/Main landen. Danach müssen die Passformalitäten geklärt werden. Im Optimalfall gibt Wishart bereits heute Abend im Auswärtsspiel in Kaufbeuren sein Debüt. Die Partie beginnt 19.30 Uhr. "Wir müssen aber erst einmal abwarten, wie er den Flug verkraftet hat", sagt Chris Lee, der im Sachsenderby aber fest mit dem Einsatz von Ty Wishart plant.

Der neue Defensivcrack bringt optimale körperliche Voraussetzungen (103 Kilogramm, 1,94 Meter) mit. Er hat bereits Erfahrungen in der National Hockey League (26 Einsätze) und der American Hockey League (329 Einsätze) gesammelt. In der Saison 2013/14 verteidigte Wishart bereits für die Schwenninger Wild Wings in der DEL. Er kam in 50 Partien auf fünf Treffer, elf Vorlagen und 18 Strafminuten. "Ty Wishart ist ein Spieler, der gut mit der Scheibe umgehen und einen sauberen ersten Pass spielen kann", freut sich Chris Lee über die Verstärkung für seine Abwehr. Der Neuzugang, der einen Vertrag bis zum Frühjahr 2016 besitzt, bekommt das Trikot mit der Nummer 6.

Die beiden aktuellen Eispiraten-Gegner verfügen über ganz unterschiedliche Qualitäten. "Kaufbeuren ist kampf- und heimstark", sagt Chris Lee über die Allgäuer, die sechs Punkte auf dem Konto haben. Dresden ist mit zehn Zählern gestartet. Lee: "Die Eislöwen haben viel Qualität in der Offensive."


Eispiraten-Geschäftsführer erwartet zum Sachsenderby mehr als 3000 Zuschauer

Stürmer Martin Heinisch steht am Wochenende nicht zur Verfügung. Der Deutsch-Tscheche klagte nach der Niederlage in Rosenheim über Übelkeit und Schwindelgefühl. Aus diesem Grund blieb er zu einem dreitägigen Check in der Pleißentalklinik in Werdau. Die Ergebnisse der Untersuchungen liegen noch nicht vor.

Offensivmann Matt Foy steht überraschend schnell vor einem Comeback. Der kanadische Angreifer hat nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel gestern Vormittag erstmals wieder mit den Teamkollegen trainiert. Heute kommt er aber noch nicht zum Einsatz. "Vielleicht wird seine Rückkehr eine besondere Überraschung für das Sachsenderby", sagt Trainer Chris Lee.

Geschäftsführer Jörg Buschmann ist überzeugt, dass die Mannschaft mit dem Sieg gegen Bietigheim-Bissingen die Werbetrommel für das Sachsenderby gerührt hat. Buschmann: "Wir erwarten am Sonntag mehr als 3000 Zuschauer." (hof)

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