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RB Leipzig's Trainer Ralph Hasenhuettl ist zu sehen.

Foto: Sebastian Kahnert

Leipzig-Stars Werner und Forsberg nicht «unantastbar»

Verkehrte Vorzeichen plötzlich. Der furios in der Saison gestartete Hamburger SV ist laut Trainer Hasenhüttl Favorit. Der deutsche Vizemeister hingegen probt vor dem ersten Champions-League-Spiel gegen Monaco schon die erste Rotation im Kader.

Von Frank Kastner und Sandra Degenhardt, dpa
erschienen am 07.09.2017

Leipzig (dpa) - Selbst Deutschlands neue Sturmhoffnung Timo Werner könnte die geplante Rotation von Ralph Hasenhüttl beim deutschen Vize-Meister RB Leipzig treffen. Vor dem Auswärtsspiel an diesem Freitag beim Hamburger SV (20.30 Uhr/Eurosport) kündigte der Trainer angesichts der hohen Belastungen einiger Nationalspieler wie Werner, Emil Forsberg und Naby Keita personelle Wechsel an. «Wir haben Überlegungen bei den Spielern, die sehr viel gespielt haben», sagte der Österreicher am Donnerstag.

Er will jedoch das letzte Abschlusstraining abwarten, ehe er seine Startelf bestimmt. «Das wird angesichts der Belastung die große Herausforderung in dieser Saison, die richtige Qualität auf den Platz zu bringen und die Spieler, die richtig fit sind», betonte der 50-Jährige und fügte an: «Es ist schön zu wissen, dass egal, wer spielt, ich jemanden in der Hinterhand habe.» Für ih ist die Qualität und Breite seines Kaders ein «Luxusproblem».

Demnach seien auch Nationalstürmer Werner und Top-Vorlagengeber Forsberg nicht «unantastbar». Allerdings dürfte aufgrund der überragenden Verfassung von Werner kein Weg an ihm vorbeiführen - zumindest für die Startelf. Im Spielaufbau und der Zehnerposition habe Hasenhüttl mit Bruma und Last-Minute-Neuzugang Kevin Kampl sehr gute Alternativen. «Kevin hat gezeigt, dass er sofort da ist und mit ihm zu rechnen ist», sagte der RB-Coach. Der in der Vorsaison lange verletzte Lukas Klostermann, der mit der U21-Auswahl unterwegs war, dürfte in der Abwehr wohl definitiv eine Pause bekommen. Mit Blick auf das erste Champions-League-Spiel am Mittwoch gegen den AS Monaco will man kein Risiko eingehen.

Gegen die zweikampfstarken Hanseaten, die nach ihren zwei Auftaktsiegen gegen Augsburg (1:0) und in Köln (3.1) zwischenzeitlich erstmals nach acht Jahren wieder an der Tabellenspitze waren, setzt Hasenhüttl «auf fußballerische Lösungen». Das 0:3 zuletzt in der eigenen Red Bull Arena ist für ihn Warnung genug. «Das letzte Spiel haben sie klar dominiert, damit haben wir die Favoritenrolle geklärt. Wir brauchen eine Topleistung und müssen vieles richtig machen, um diesmal zu bestehen», sagte der Österreicher.

Den mit 4:0 höchsten Bundesliga-Auswärtssieg in Hamburg will er nicht überbewerten. «Sie haben jetzt einen neuen Trainer, ein neues System, das hat nichts mehr mit dem Spiel zu tun», meinte Hasenhüttl. HSV-Coach Bruno Labbadia wurde drei Spieltage später beurlaubt und von Markus Gisdol ersetzt.

Trotz der 0:2-Auswärtsniederlage in Schalke glaubt Hasenhüttl weiter an die Stärken der Vorsaison. «Da haben wir gerade auswärts gezeigt, dass wir unser Spiel auf den Platz bekommen. Ich hoffe, dass es auch in Hamburg gelingt.» RB war hinter Rekordmeister FC Bayern München mit acht Siegen auf fremden Platz die zweitstärkste Auswärtsmannschaft.

 
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