Lüneburg gewinnt Großen Preis

Rund 12.500 Zuschauer erlebten bei der Traditionsveranstaltung in Chemnitz hochklassigen Pferdesport und Shows. Den Höhepunkt bildete ein packendes Finale.

Chemnitz.

Nisse Lüneburg strahlt. Es ist mehr als das Strahlen eines Siegers. Es ist die Gewissheit, dass er für diesen Sieg beim Großen Preis von Sachsen eine hochklassige Leistung erbracht hat. Vor vollem Haus stellte sich den Reitern ein überaus anspruchsvoller Parcours. Nur fünf Starter erreichten fehlerfrei die Siegerrunde. Im Kampf um den wichtigsten Triumph boten die Reiter den Zuschauern Spannung der Extraklasse. Mit rasanten Ritten wechselte ständig die Führung.

"Ganz oder gar nicht" - mit dieser Devise setzte der Vorjahreszweite Nisse Lüneburg mit seinem 13-jährigen niederländischen Wallach Westbridge als vorletzter Starter eine erneute Bestmarke. Nun hatte es nur noch der Sachse Matthias Lucas in der Hand, den Sieg zu holen. Doch das schaffte er nicht. Und so konnte sich der Reiter aus Hetlingen über Platz eins und einen fabrikneuen Ford Fiesta als Ehrenpreis freuen. "Ich bin von Anfang an in Chemnitz dabei und freue mich, dass es in diesem Jahr mit dem Sieg geklappt hat", sagte der sympathische Schleswig-Holsteiner und fügte hinzu: "Es ist ein tolles Turnier mit sehr guten Bedingungen für Reiter und Pferde. Ich komme auch nächstes Jahr wieder sehr gern nach Chemnitz."

Nisse Lüneburg wurde das Reitergen faktisch schon in die Wiege gelegt. Seine Eltern Jan und Karin sind ehemalige Reiter und mittlerweile begeisterte und erfolgreiche Züchter. Den Stall Lüneburg betreiben sie in Hetlingen gemeinsam als Familienbetrieb. Vier ihrer fünf Kinder sind erfolgreich im Reitsport.

Jan Lüneburg ist Arzt, Mitglied des Vorstandes des Reiterverbandes FN und in erster Linie für die Zuchtplanung und Fohlengeburten verantwortlich. Karin Lüneburg kümmert sich um die Zucht und Aufzucht der Pferde. Sohn Rasmus managt die Ausbildung und die Turniervorstellung der jungen Pferde. Er ist ein international erfolgreicher Springreiter, schaffte unter anderem gute Platzierungen beim Springderby in Hamburg. Dieses gilt als eines der schwersten Springen der Welt. Tochter Rike reitet erfolgreich im Amateursport. Jule Lüneburg hat ihren Bachelor in Sportwissenschaft und -kommunikation gemacht und internationale Turniere unter anderem in Hamburg, Gera, München gewonnen. Nur der jüngste Lüneburg, Sohn Fin, ist nicht vom Pferdevirus infiziert. Er möchte aber zumindest seinem Vater in der Berufswahl folgen und Arzt werden.

Der erfolgreichste der Familie aber ist Nisse. Er reitet für den Stall Magdalenenhof im benachbarten Wedel. Nisse war mehrfach Landesmeister in Schleswig-Holstein, hat 2011 den Großen Preis von Neustadt an der Dosse gewonnen und erzielte in diesem Jahr sehr gute Ergebnisse in der Riders Tour. Das ist ein seit 2001 ausgetragener, bedeutender Wettbewerb im Springreiten.

Nicht nur die Reiter, sondern auch die Veranstalter waren mit der vierten Auflage des Turniers in Chemnitz sehr zufrieden. Der Große Preis von Sachsen lockte rund 12.500 Besucher auf das Chemnitzer Messegelände. Vom 27. bis 29. Oktober 2017 geht das Reitturnier in die nächste Runde und feiert dann sein fünfjähriges Jubiläum in Chemnitz.

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