Lutricia Bock muss erneut operiert werden

Eiskunstlauf: Chemnitzerin plagen wieder verstärkt Knieprobleme - Längere Zwangspause notwendig

Chemnitz.

Eigentlich hatte Lutricia Bock geplant, am Wochenende bei den Deutschen Eiskunstlauf-Meisterschaften in Frankfurt (Main) zu starten. Doch die Chemnitzerin wird heute erneut am linken Knie operiert und muss deshalb eine längere Zwangspause einlegen. "Der Meniskus ist nicht richtig angewachsen, es wurde ein kleiner Riss festgestellt", berichtete die 18-Jährige, warum sie schweren Herzens absagte. In den vergangenen Wochen hatte sie immer wieder Schmerzen gespürt, dosierte so schon längere Zeit die Belastungen auf dem Eis. Doch der Konkurrenz bei den nationalen Titelkämpfen wollte sie sich dennoch stellen. Es bestand zwar kaum noch eine Chance, sich für Olympia zu qualifizieren, da ihr für die Nominierung die geforderten Wettkampfeinsätze im Challenge-Cup fehlten. Doch in den Medaillenkampf hätte die Meisterin von vor zwei Jahren zu gern eingegriffen.

Zwei Tage vor der DM 2016 war Lutricia Bock auf dem Weg zum Training unglücklich ausgerutscht und hatte sich am Innenmeniskus verletzt. Nach der OP kurz vor Weihnachten und umfassenden Reha-Maßnahmen kehrte sie im März auf das Eis zurück. Im Sommer gab es schon einmal einen Rückschlag, als sie das Trainingscamp in Kanada abbrach. Nach spezieller Therapie folgte eine positive Phase im Herbst, als sie auch einen Wettkampf in Minsk (9. Platz) bestritt. Auf zwei weitere internationale Einsätze danach verzichtete sie jedoch.

"Ich muss jetzt einen Schritt rückwärts gehen, um vorwärts zu kommen. Dabei hoffe ich, dass ich in sechs Wochen wieder aufs Eis kann", meinte der Schützling von Trainer Ingo Steuer. (mm)

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