Nächster Schritt Richtung Königsklasse

Nach einer Minikrise ist RB Leipzig zurück in der Spur. Die Wutrede von Macher Ralf Rangnick zeigt Wirkung. Der Verein will in allen Bereichen in die Champions League.

Leipzig.

Dass RB Leipzig wieder zurück in der Erfolgsspur ist, hat auch mit einer taktischen Umstellung zu tun. "Genauso wollen wir Fußball spielen", sagte ein sichtlich zufriedener Torwart Peter Gulasci. Seine Mannschaft hatte am Freitag mit 2:0 gegen den FC Augsburg gewonnen. Der Sieg und die drei Punkte standen klar im Vordergrund, aber noch eine zweite Tatsache sorgte für gute Laune im RB-Lager. "Dass wir die letzten zwei Partien zu null gespielt haben, war wichtig", sagte der Ungar Gulasci. "Es tut uns als Mannschaft sehr gut, dass wir zwei Spiele kein Gegentor bekommen haben. Dass wir in der Defensive kompakt waren, war unser Schlüssel zum Erfolg", ergänzte Trainer Hasenhüttl.

Leipzig steht etwas defensiver und kompakter, das System erinnert an das aus dem Vorjahr. Die Standard-Schwäche wurde mittlerweile abgestellt. In den vergangenen drei Spielen standen die Leipziger bei gegnerischen Ecken deutlich besser. "Wir freuen uns jetzt auf Eckbälle des Gegners und sehen das als Chance, einen gegnerischen Eckball zum Konter zu machen", meinte Kapitän Willi Orban. Die Mischung aus Raum- und Manndeckung funktioniert aktuell gut. Im Herbst und Winter hatte die Standard-Schwäche RB einige Punkte gekostet.

Nach sieben Punkte aus den letzten drei Spielen stehen die Messestädter jetzt auf Platz zwei. Damit ist die Mannschaft wieder dem großen Ziel nahe, der erneuten Qualifikation zur Champions League. Die hatte besonders Manager Ralf Rangnick gefordert. Vor allem langfristig sieht sich der Club als Spitzenmannschaft. Dafür sollen alle Bereiche innerhalb des Vereins konsequent auf Königsklassen-Niveau getrimmt werden. Rangnick selbst hatte Fehler eingestanden, vor allem im Zusammenhang mit der schwachen Winter-Transferphase, in der kein Ersatz-Linksverteidiger für den Verletzten Marcel Halstenberg gefunden wurde.

Mit Paul Mitchell wurde unter der Woche ein neuer Direktor für Scouting und Talentrekrutierung verpflichtet. Der Engländer gilt als Spürnase für Spieler aus unterklassigen Ligen, war zuletzt beim FC Southampton und bei den Tottenham Hotspurs unter Vertrag. Johannes Ehresmann (zuvor RedBull New York) wird neuer Chefscout, René Grotus (zuvor Fortuna Düsseldorf) wird Rangnick assistieren. Damit soll RB Leipzig nun auch im Transfergeschäft auf Champions League-Niveau sein.

Am Donnerstag geht es für Leipzig schon weiter. Im ersten Europapokalspiel der Vereinsgeschichte müssen die Sachsen beim SSC Neapel ran. Ob die Grippe-Kranken Marcel Sabitzer und Diego Demme dann wieder Teil der Mannschaft sind, ist aktuell noch nicht ganz klar.

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